Laufen bei Dunkelheit

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Insbesondere im Winter lässt es sich oft nicht vermeiden, im Dunkeln laufen zu gehen. Wer tagsüber arbeitet, muss sowohl in den frühen Morgenstunden wie auch am späten Nachmittag mit Dunkelheit rechnen. Für all diejenigen, die sich den Spaß am Laufen an der frischen Luft auch in der dunklen Jahreszeit nicht nehmen lassen wollen und keine Lust haben, ihr Training im stickigen Studio wie ein Hamster auf dem Laufband zu absolvieren, habe ich ein paar Tipps zum Thema Sicherheit, welche ihr unbedingt beachten solltet.

 

Tipp 1: Trage stets sichtbare Kleidung!

Du musst nicht wie ein Clown in grellen, schrillen Farbkombinationen laufen, um von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Wichtig ist, dass die von dir getragene Kleidung mit Reflektoren ausgestattet ist. So kannst du auch Laufbekleidung in dunklen Farben tragen, wirst aber gut gesehen, wenn du von z.B. Autoscheinwerfern, Fahrradlichtern oder Straßenlaternen angestrahlt wirst. Bei Laufhosen befinden sich reflektierende Elemente meist am äußeren Beinabschluss. Ebenso sind Laufschuhe, -jacken, -westen, -mützen und -handschuhe mit entsprechenden Elementen versehen. Zusätzlich kannst du dir auch ein bis zwei LED-Bänder um die Hand- oder Fußgelenke machen. Sehr praktisch sind zudem leichte Lauf-Warnwesten, welche man bequem über der Laufoberbekleidung tragen und via Klett- oder Gummibändern schnell und einfach befestigen kann.

 

Ist deine Laufstrecke kaum bis gar nicht ausgeleuchtet (z.B. im Park, im Wald oder auf Feldwegen), dann benötigst du eine kleine Lampe zum Ausleuchten des Weges. Hier kannst du zwischen einer Stirnlampe und einer Brustlampe wählen. Ganz gleich, für welches Modell du dich entscheidest, wichtig sind Tragekomfort, Leuchtintensität und Leuchtdauer. Stirnlampen sind nicht jedermanns Sache. Leichte Varianten sind aber sehr angenehm zu tragen, verrutschen nicht und lassen verschiedene Einstellungen zu wie Leuchtmodus, Helligkeit und Winkel. Zu beachten bei Stirnlampen ist, dass sich der Lichtkegel mit jeder Kopfbewegung verändert. Das kann für andere Verkehrsteilnehmer ggf. sehr unangenehm sein, wenn du z.B. am Straßenrand läufst und Gegenlicht erzeugst, indem du deinen Kopf zum entgegenkommenden Verkehr wendest. Brustleuchten haben wiederum den Vorteil, dass sich das Licht nahe des Körperschwerpunktes, also zwischen Brust und Bauch, befindet und sich damit auch der Lichtkegel weniger verändert wie bei einer Stirnlampe. Wenn du eine Stirnleuchte als unangenehm am Kopf empfindest, dann ist die Brustleuchte sicherlich eine gute Alternative.

 

Lauf-Equipment
Lauf-Equipment

 

Tipp 2: Sei aufmerksam!

Da die Sicht bei Dunkelheit ohnehin eingeschränkt ist, empfehle ich dir, auf Musikhören während des Laufs zu verzichten, damit du Geräusche besser wahrnehmen kannst. Das ist besonders wichtig, wenn du auf unbeleuchteten Wegen, z.B. im Wald läufst. Hier kann es passieren, dass du ggf. Tiere aufscheuchst, die dann panisch aus dem Gebüsch springen und denen du dann schnell ausweichen musst. Vor allem Rehe wirken oft sehr verwirrt und können einen erwachsenen Läufer im Eifer des Gefechts schonmal komplett umhauen. 😀

 

Mache bei Dunkelheit auf unbefestigten Wald- und Wiesenwegen besser keine Sprints oder schnelle Intervallläufe. Die Gefahr, dass du eine herausragende Baumwurzel, Schlaglöcher oder herumliegende Äste zu spät siehst ist bei den schlechten Sichtverhältnissen einfach zu groß. Auf Querfeldein-Läufe im Wald oder im Gebirge würde ich bei Dunkelheit komplett verzichten. Die Verletzungsgefahr ist hier aufgrund o.g. Gründe einfach zu groß. Hinzu kommt, dass nachts sehr viele Waldbewohner wie z.B. Wildschweine oder Füchse aktiv sind und sicherlich nicht in ihrem Revier gestört werden möchten.

 

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Leucht-Elemente beim Laufen

 

Tipp 3: Führe dein Handy mit!

Sofern du alleine unterwegs bist, solltest du aus Sicherheitsgründen immer dein Handy mitführen. Das gilt sowohl für Läufe bei Tag wie auch bei Nacht. Hast du das Handy bei dir, kannst du schnell jemanden zur Hilfe holen, wenn du z.B. umgeknickt bist und nicht mehr nach Hause laufen kannst, wenn du von einem Radfahrer übersehen und angefahren wurdest, wenn du im Wald von einem Tier angegriffen wurdest oder wenn dich jemand angegriffen hat. Wenn du mit einem Laufpartner oder in einer Gruppe läufst, dann sollte es ausreichend sein, wenn eine Person ein Handy mit sich führt. Hier geht es ja letztendlich darum, dass man im Notfall entsprechend handeln und Hilfe rufen kann.

 

 

Fassen wir kurz zusammen:

 

+ Trage sichtbare Kleidung und bei Bedarf eine Leuchte! + Sei stets aufmerksam und verzichte auf Ablenkung durch Musik! + Führe stets ein Handy für den Notfall mit!

 

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