Pflanzliche Süßstoffe

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Künstliche Süßstoffe sind in zahlreichen Lebensmitteln enthalten und werden auch gerne als kalorienarmer Zuckerersatz verwendet, insbesondere dann, wenn eine kalorienreduzierte Ernährung angestrebt wird.
Allerdings werden die künstlichen Süßmacher nicht ohne Grund immer wieder kontrovers diskutiert. Zahlreiche Studien zeigen, dass zumindest einige dieser synthetischen Süßstoffe bei regelmäßigem Konsum in höheren Mengen gesundheitsschädigende Nebenwirkungen mit sich bringen. Umstritten ist zudem die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Verschiedene Untersuchungen deuten darauf hin, dass aufgrund des sehr süßen Geschmacks von künstlichen Süßstoffen Insulin freigesetzt wird, auch wenn es sich bei Zuckeraustauschstoffen nicht um Kohlenhydrate handelt. Da dem Körper damit die Zuckerzufuhr nur vorgegaukelt wird, sinkt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr also wieder schnell, was wiederum zu Heißhunger führen kann. Als Folge davon wird mehr gegessen und unter Umständen genau das erreicht, was man als Abnehmwilliger nicht erreichen möchte: eine Gewichtszunahme.

1.) Für einen kurzen Überblick habe ich im Folgenden die am häufigsten verwendeten kalorienarmen Süßstoffe zusammengefasst:



Acesulfam-K (E950)

Der moderne synthetische Süßstoff kommt bevorzugt in kalorienreduzierten Lebensmitteln wie Light- bzw. Diät-Getränken, -Süßigkeiten, -Desserts und -Konfitüren zum Einsatz. Ascesulfam-K hat eine etwa 200-mal stärkere Süßkraft als Zucker und ist zudem sehr hitzestabil. Versuche mit Ratten ergaben, dass der Süßstoff bei hohem Konsum (60mg/kg Körpergewicht) zu Erbgutveränderungen führen kann.

Cyclamat (E952)

Natriumcyclamat zählt zu den älteren Süßstoffen und wird heute noch hauptsächlich in Form von kalorienarmen Tabletten und Flüssigkeiten zum Süßen von Speisen und Getränken angeboten. Ebenso wird der sehr hitze- und säurestabile Süßstoff in energiereduzierten Getränken, Desserts, Obstkonserven, Brotaufstrichen und Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. in Diät-Shakes) verwendet. Tierversuche ergaben, dass bereits ein regelmäßiger Konsum von 7mg/kg Körpergewicht u.a. zu Schädigungen der Hoden führen kann. Ebenso wird dem Süßstoff nachgesagt, er sei an der Entstehung von Krebserkrankungen mitverantwortlich.

Saccharin (E954)

Saccharin ist ein enorm starker Süßstoff mit einer rund 500-mal stärkeren Süßkraft als Zucker. Aus diesem Grund wird Saccharin gerne in Kombination mit den schwächeren künstlichen Süßstoffen Aspartam und Cyclamat eingesetzt, um dessen Wirkung zu erhöhen. Saccharin findet sich häufig in Süßwaren, Soßen, alkoholischen Getränken, Knabbererzeugnissen und Nahrungsergänzungsmitteln. Zudem wird der Süßstoff in kalorienreduzierten Süßungsmitteln in flüssiger und in Tablettenform verwendet. Saccharin ist lange lagerfähig und äußerst stabil. Deswegen eignet sich der Süßstoff hervorragend zum Kochen und Backen. Er wird unverwertet vom Körper ausgeschieden. Allerdings wird auch hier eine krebsfördernde Wirkung kontrovers diskutiert.

Sucralose (E955)

Sucralose ist neben Saccharin ein Süßstoff mit einer enormen Süßkraft (etwa 600-mal stärker als Zucker!) und wird insbesondere in kalorienreduzierten Getränken, Desserts, Brotaufstrichen, Süßwaren, Obst- und Gemüsekonserven sowie in Würzsoßen verwendet.
Der künstliche Süßstoff soll einen gewissen Einfluss auf den Insulin- und Glukosespiegel haben und nützliche Bakterien im Verdauungstrakt unterdrücken, sich aber weniger auf krankmachende Keime auswirken. Diese Veränderungen der Darmflora können u.a. mitverantwortlich für eine Gewichtszunahme sein. Ebenso belegen Studien auch bei Sucralose einen Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs.

Aspartam (E951)

Aspartam hat eine etwa 200-mal stärkere Süßkraft als Zucker. Der Süßstoff ist eine Verbindung aus den beiden Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure sowie dem Alkohol Methanol. Man findet Aspartam vor allem in Softdrinks, Desserts, Konfitüren, Obstkonserven, alkoholischen Getränken sowie in Kaugummi. Aspartam wird sehr häufig eingesetzt, da sein Süßgeschmack natürlicher ist als der Geschmack anderer Süßstoffe. Jedoch ist Aspartam nicht langzeitstabil, d.h. dass mit diesem Süßstoff versehene Lebensmittel im Laufe der Monate an Süße verlieren.
Nach dem Verzehr zerfällt Aspartam wieder in seine drei Grundstoffe Phenylalanin, Asparaginsäure sowie Methanol.

Je nach Veranlagung und körperlicher Konstitution kann bei regelmäßigem Konsum von Aspartam eine Vergiftung entstehen. Sollten folgende Symptome direkt nach dem Konsum von Aspartam-haltigen Lebensmitteln oder bei regelmäßigem Konsum immer wieder auftreten, ist eine Vergiftung mit dem künstlichen Süßstoff nicht auszuschließen:

+ Kopfschmerzen / Migräne
+ Gedächtnisverlust
+ Stimmungsschwankungen
+ Depressionen
+ Angstzustände
+ chronische Müdigkeit
+ Schwindelanfälle
+ Durchblutungsstörungen
+ Arthrose
+ Menstruationsbeschwerden
+ Impotenz
+ Augenprobleme
+ Haarausfall

Insbesondere die ersten drei genannten Symptome sind möglicherweise Anzeichen für einen übermäßigen Konsum des Aspartam-Bestandteils Phenylalanin, welcher sich im Gehirn anreichern und bis hin zur Schizophrenie führen kann.
Asparaginsäure kann, wenn sie die Blut-Hirn-Schranke durchbricht, Nervenzellen zerstören, was zu Gedächtnisverlust, Epilepsie, Alzheimer, Parkinson oder auch Multiple Sklerose führen kann.
Ebenso hat es der dritte Baustein Methanol in sich, denn diese Verbindung zerfällt im Organismus weiter zu Formaldehyd und Ameisensäure. Formaldehyd wird u.a. als Konservierungsmittel in Kosmetika eingesetzt und findet sich auch in Holzleim wieder. Obwohl der Substanz erbgutverändernde Eigenschaften zugeschrieben werden, kommt sie weiterhin in Lebensmitteln zum Einsatz. Wer Aspartam regelmäßig konsumiert und sich über Kopfschmerzen, Schwindel und verschwommenes Sehen beklagt, kann möglicherweise davon ausgehen, dass diese Symptome auf den Dauerkonsum von Formaldehyd zurückzuführen sind.

Aspartam-Acesulfamsalz (E962)

Diese Verbindung aus den beiden künstlichen Süßstoffen Aspartam und Acesulfam verfügt über eine 350-mal stärkere Süßkraft als die beiden Einzelsubstanzen. Im Körper wird die Verbindung wieder in ihre beiden Hauptbestandteile aufgespalten. Die Wirkungen dieser sind den o.g. Einzelbeschreibungen zu entnehmen.

Künstliche Süßstoffe
Künstliche Süßstoffe

2.) Kalorienarme, natürliche Alternativen

Inzwischen sind im Handel verschiedene natürliche Süßstoffe mit einer geringen Kaloriendichte erhältlich. Die drei gängigsten Alternativen zu Aspartam & Co. habe ich euch hier zusammengefasst:

Stevia

Das aus der Stevia Rebaudiana gewonnene Stoffgemisch stammt aus Südamerika und verfügt über eine 300-mal stärkere Süßkraft als Haushaltszucker. Für den aus dem Honigkraut/Süßkraut (wie die Pflanze auch bezeichnet wird) gewonnenen Süßstoff Steviosid werden die Blätter der Pflanze verwendet und zu Pulver, Tabletten oder Flüssigkeit weiterverarbeitet. Stevia enthält weder Kalorien noch Zucker, soll den Blutzuckerspiegel regeln und die Zähne vor Karies schützen. Allerdings hat Stevia einen gewöhnungsbedürftigen Eigengeschmack, an welchen man sich erst einmal gewöhnen muss.
Stevia wird häufig in Diabetiker-Süßigkeiten, -Backwaren, – Desserts und -Softdrinks sowie in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet und kann als reines Süßungsmittel für kalte wie auch für warme Speisen und zum Backen verwendet werden.

Xylit

Xylit wird häufig auch unter den Namen Xylitol oder Birkenzucker angeboten und wird aus Birkenrinde, Maiskolbenresten oder auch aus Stroh gewonnen. Dabei wird der Zucker in einem industrialisierten Verfahren aus diesen Rohstoffen unter hohen Temperaturen extrahiert. Xylit kommt herkömmlichem Haushaltszucker geschmacklich sehr nahe und kann auch wie dieser verarbeitet werden. Der Zuckeraustauschstoff weist mit 240 kcal pro 100 g eine wesentlich geringere Energiedichte als Zucker auf (400 kcal pro 100 g). Zudem werden im Handel auch Light-Varianten angeboten, welche kaum Kalorien bis gar keine Kalorien haben (z.B. “Xucker light”), jedoch auch über eine etwas schwächere Süßkraft als Haushaltszucker verfügen. Zudem ist Xylit wesentlich teurer als Haushaltszucker, künstliche Süßstoffe und Stevia.

Thaumatin (E957)

Thaumatin ist ein Protein, welches aus dem afrikanischen Ktemfe-Strauch gewonnen wird und eine etwa 2500-mal höhere Süßkraft als Zucker aufweist. Allerdings ist Thaumatin nicht hitzebeständig und verfügt über einen gewöhnungsbedürftigen Beigeschmack, welcher an Lakritz erinnert. Zudem tritt die Süße erst verzögert ein. Der Süßstoff wird vor allem in Süßwaren, Kaugummi, Desserts, Eiscreme und Softdrinks verwendet.

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