Hanfsamen

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Hanfsamen gehören zu den so genannten Superfoods, denn sie weisen einen sehr hohen Anteil an wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheit. Die kleinen Kraftpakete zählen zur Gattung der Ölfrüchte und werden u.a. zur Herstellung von Öl, Milch sowie Mehl verwendet und werden geschält gerne in Müslis, Joghurts und Smoothies sowie als Topping für Salate und andere Speisen eingesetzt.
In unserer Gesellschaft wird Hanf leider immer noch nicht vollumfänglich genutzt und hat bei vielen Menschen noch den schlechten Ruf des Ungesunden, Illegalen. Dabei bringt die kleine Powerfrucht zahlreiche positive Auswirkungen auf Körper und Geist mit sich, welche schon vor mehreren hundert Jahren geschätzt wurden.
Übrigens macht der Verzehr von Hanfsamen, welche als Lebensmittel im Bioladen, Reformhaus oder Supermarkt angeboten werden, nicht high. Die für den Verzehr vorgesehenen Samen stammen nämlich von Nutzhanf, aus welchem das Rauschmittel Tetrahydrocannabinol (THC) fast gänzlich herausgezüchtet wurde.

Hanfsamen
geschälte Hanfsamen

Inhaltsstoffe / Wirkungsweisen von Hanf

Warum ist Hanf ernährungsphysiologisch so wertvoll, wird sich der eine oder andere jetzt fragen. In Hanfsamen stecken alle 8 essenziellen Aminosäuren. Das sind Eiweißbausteine, welche der Körper nicht selbst produzieren kann und die folglich über die Nahrung zugeführt werden müssen. Hanfsamen sind somit eine hervorragende Eiweißquelle, nicht nur für Veganer. Hinzu kommt, dass Hanfprotein vom menschlichen Organismus leichter verdaut werden kann als z.B. Sojaprotein. Aus dem Hanfprotein kann unser Körper weitere körpereigene Proteine wie Immunglobuline herstellen, welche die Infektionsabwehr unterstützen. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass Hanf weder Gluten noch Lactose enthält und bisher auch keine allergischen Reaktionen im Zusammenhang mit Hanfkonsum bestätigt werden konnten.
Aber die wertvollen Ölsamen können noch mehr! In ihnen stecken nämlich noch hohe Anteile der Vitamine B1, B2 und E sowie Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium. Und das ist noch lange nicht alles! Hanfsamen können nämlich auch noch mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren dienen. Neben Linolsäure enthalten Hanfsamen auch die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolsäure, welche nur in sehr wenigen Lebensmitteln wie Walnüssen, Leinsamen oder grünem Blattgemüse vorkommt.
Hanföl zählt aufgrund seiner positiven Eigenschaften zu den wertvollsten Speiseölen überhaupt. Bereits 15 bis 20 Gramm Hanföl reichen aus, um den täglichen Gesamtbedarf an essenziellen Fettsäuren zu decken. Zudem enthält Hanföl auch Gamma-Linolensäure (GLA), die bei gesunden Menschen im Körper aus Linolsäure gebildet wird. Ein Mangel kann zu schweren Stoffwechselerkrankungen führen. Somit kann Hanföl auch unterstützend bei der Heilung verschiedener Krankheiten eingesetzt werden, was sich bei der Therapie folgender Krankheiten bereits bestätigt hat:

+ Chronische Entzündungen
+ Herz-Kreislaufbeschwerden
+ Stoffwechselerkrankungen
+ Rheumatische Beschwerden (Arthritis)
+ Hauterkrankungen wie Neurodermitis
+ Diabetes
+ prämenstruelles Syndrom

Da Hanfsamen einen hohen Anteil an wertvollen Fettsäuren und Antioxidantien enthalten, können sie bei regelmäßigem Verzehr somit Herz und Gehirn schützen und auch das Krebsrisiko mindern.


Verwendung von Hanfsamen in der Küche

Geschälte Hanfsamen schmecken nussig und eignen sich hervorragend als Beigabe für Müsli, Desserts und Smoothies, als Topping für Salate oder als Zusatz bei Pfannengerichten. Ebenso können Hanfsamen auch gut zu Milch verarbeitet werden.
Hanföl kann für Salatdressings, Smoothies oder Soßen verwendet werden. Zum Braten und Frittieren eignet sich Hanföl weniger, da es nicht hitzebeständig ist und ab einer Temperatur von etwa 165°C die wertvollen Fettsäuren zerstört und der Geschmack beeinträchtigt werden. Zum Dünsten kann man das hochwertige Öl aber verwenden.
Als Nahrungsergänzungsmittel wird Hanfprotein in Pulverform angeboten und kann in Säfte, Smoothies oder Joghurt eingerührt werden. Ebenso kann es – wie auch Hanfmehl – zum Backen verwendet werden, z.B. für Fitnessriegel.
Hanfsamen werden in Bioläden, Naturkostläden, Reformhäusern und teilweise auch in Drogerien und Supermärkten angeboten.

Hanfprodukte
Hanfprodukte

Hanf in der Krebstherapie

Neben THC ist CBD (Cannabidiol) der bekannteste Wirkstoff der Hanfpflanze. Beide Wirkstoffe kommen im oberen Teil der Cannabispflanze sowie in ihren Blüten vor. Im Gegensatz zu THC wirkt CBD nicht psychoaktiv. Vielmehr ist CBD eine antipsychotische Wirkung zuzuschreiben und hemmt damit die Rauschwirkung des THC.
Zu Therapiezwecken werden immer häufiger Hanfpflanzen gezüchtet, welche über eine höhere CBD-Konzentration verfügen. CBD ist nahezu nebenwirkungsfrei und unterliegt aufgrund seiner antipsychotischen Wirkung nicht dem Betäubungsmittelgesetz (im Gegensatz zu THC). In Tierversuchen konnte bereits nachgewiesen werden, dass CBD schmerzlindernd bei Nervenverletzungen sowie antiseptisch, antibakteriell und antidepressiv wirkt. Ebenso kann es Krebszellen abtöten und die Neubildung von Blutgefäßen im Krebs verhindern, was wiederum einem schnellen Krebswachstum entgegenwirken kann. Inwieweit sich CBD in der Krebstherapie beim Menschen auswirkt, ist bisher offensichtlich noch nicht ausreichend erforscht. Erfahrungsberichte von Patienten, welche ihr Krebsleiden durch den Einsatz von CBD lindern oder die Krankheit komplett besiegen konnten, werden nur selten veröffentlicht.
In der Therapie von Epilepsie kommt CBD hingegen immer häufiger zum Einsatz und zeichnet sich hier durch seine muskelentspannende und entkrampfende Wirkung aus. Ebenso wird der Wirkstoff gegen Übelkeit und bei psychotischen Patienten mit Angstzuständen eingesetzt.
CBD wird mit unterschiedlichen Konzentrationen in Form von Ölen, Tropfen, Kapseln, E-Liquids und auch Kristallen angeboten und ist in Apotheken oder bei verschiedenen Online-Anbietern erhältlich.

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