Bindegewebe

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Hässliche Dellen an Oberschenkeln und Po? Schwabbeliger Bauch? Schlaffes Gewebe an den Unterarmen, die sogenannten Winkerkellen? Dehnungsstreifen an Bauch, Oberschenkeln oder Unterarmen? Na, wer kennt’s? Ein schwaches Bindegewebe zeigt sich vor allen Dingen in weniger schönen, äußerlichen Erscheinungen, über welche sich insbesondere viele Frauen ärgern. Schließlich entsprechen Cellulite und schlaffe Haut nicht unbedingt unserem Schönheitsideal und werden eher als unästhetisch betrachtet. Neben der natürlichen Hautalterung und damit verbunden einer abnehmenden Kollagenbildung in unserem Organismus können aber auch genetische Faktoren, schnelle Gewichtszunahme sowie -abnahme wie auch ein schlechter Lebensstil Ursachen für ein schwaches Bindegewebe sein.


Ursachen für ein schwaches Bindegewebe

Die Stärke und die Spannkraft unserer Haut werden durch die Anzahl an kollagenen Fasern in unserem Bindegewebe bestimmt. Wird die Haut bei verminderter Kollagenbildung zu schnell überdehnt, dann können Dehnungsstreifen, Cellulite oder auch Besenreiser entstehen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn sich die Haut während der Schwangerschaft, bei schnellem Muskelzuwachs oder bei einer starken Gewichtszunahme innerhalb kürzester Zeit stark ausdehnt. Aber auch eine ständige Gewichtszunahme und -abnahme sowie eine schlechte Ernährung können dem Bindegewebe langfristig schaden. Für die Kollagenbildung benötigt unser Körper übrigens Lysin und Vitamin C. Je älter wir werden, desto mehr Lysin und Vitamin C spart unser Körper jedoch an, um Herz und Gefäße zu versorgen wie auch unser Immunsystem zu stärken. Somit bleibt für die Kollagenbildung der Haut nicht mehr viel Lysin und Vitamin C übrig, was sich dann als natürliche Hautalterung mit schlaffem Bindewebe bemerkbar macht.


Bindegewebe stärken

Sind innerhalb deiner Familie Anzeichen für eine Bindegewebsschwäche (z.B. Dehnungsstreifen, Besenreiser, Cellulite) bekannt, dann solltest du möglichst früh mit der Stärkung deines Bindegewebes anfangen, auch wenn noch gar keine äußerlichen Anzeichen dafür vorliegen. Aber sind die hässlichen Dellen und Streifen erst einmal da, wird es sehr schwer, sie wieder komplett loszuwerden. Mit einigen Tipps kannst du dein Bindegewebe von innen und von außen straffen. Bedenke aber, dass meine Tipps keine Wundermittel sind und du sie wirklich kontinuierlich anwenden musst, um entsprechende Ergebnisse zu sehen. Außerdem benötigst du viel Geduld, denn es kann viele Wochen bis hin zu Monaten dauern, bis du sichtbare Erfolge wahrnehmen kannst (je nach Ausprägung der Bindegewebsschwäche).

Das kannst du tun:

TIPP 1: Bindegewebe von INNEN stärken

Wie ich bereits erwähnt habe, sind Lysin und Vitamin C essenziell für die Kollagenbildung in unserem Körper und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Es liegt also nahe, seinen Speiseplan mit Nahrungsmitteln zu füllen, die diese Aminosäure und das Vitamin in hohen Mengen enthalten.

Lysin ist in hohen Mengen in folgenden Lebensmitteln enthalten:
+ Mais
+ Reis
+ Vollmilch
+ Vollkornprodukte
+ Buchweizen
+ Walnüsse
+ Eier
+ Erbsen
+ Rindfleisch
+ Lachs

Vitamin C ist in hohen Mengen in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:
+ Acerolakirschen
+ Hagebutten
+ Sanddorn
+ Guaven
+ Schwarze Johannisbeeren
+ Petersilie
+ Grünes Gemüse (z.B. Brokkoli, Grünkohl, Spinat)
+ Paprika
+ Kiwis
+ Zitronen
+ Orangen
+ Erdbeeren


Versuche, möglichst mehrere dieser Lebensmittel in deinen täglichen Speiseplan zu integrieren. Fällt es dir schwer, dann kannst du auch auf entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, welche viel Lysin, Vitamin C oder Kollagen selbst enthalten. Achte dabei aber auf eine möglichst reine Qualität und kaufe nur Produkte, die innerhalb der EU hergestellt werden. Das gilt auch für Produkte mit Kieselsäure, welche ebenfalls zum Stärken des Bindegewebes zum Einsatz kommt.

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Lebensmittel mit Lysin / Vitamin C

TIPP 2: Sanft entwässern

Eine sanfte Entwässerung mit Hilfe bestimmter Lebensmittel kann dazu beitragen, dass Cellulite leicht zurückgeht bzw. die Haut glatter und straffer wirkt. Unnötige Wassereinlagerungen im Gewebe sorgen dafür, dass die Dellen noch stärker ausgeprägt erscheinen.

Folgenden Lebensmitteln wird eine leicht entwässernde Wirkung zugeschrieben:

+ Kräutertees (insbesondere Brennnessel-Tee und Mate-Tee)
+ Birkenblätter (sind in vielen Blasentees enthalten)
+ frischer Ingwer und Ingwertee
+ Spargel (weißer wie auch grüner Spargel)
+ Rharbarbar (das darin enthaltene Kalium wirkt leicht entwässernd)
+ Reis (enthält viel Kalium, aber wenig Natrium und ist damit ideal geeignet zur Entwässerung)
+ Kartoffeln (ebenfalls reich an Kalium)
+ Sauerkraut + frisches Gemüse wie Tomaten, Karotten, Gurke, Fenchel, Radieschen und Rettich
+ frisches Obst und Säfte aus Ananas, Wassermelone, Birnen, Rote Beeren, Trauben und Holunder

Es lohnt sich also, täglich Kräutertee zu trinken, regelmäßig Reis und Kartoffeln sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten mit in den Speiseplan zu integrieren, um das Gewebe von Wassereinlagerungen zu befreien.

Bindegewebe_Entwässern
Lebensmittel zum Entwässern

TIPP 3: Straffende Körperpflege

Anti-Cellulite-Produkte:
Während man das Bindegewebe mit vielen Nahrungsmitteln von innen stärken kann, gibt es auch ein breites Angebot an Pflegeprodukten mit entsprechenden Inhaltsstoffen für die äußere Anwendung. Dazu zählen vor allem Cremes, Lotion und Öle mit Q10, Koffein, Kollagen sowie Rosskastanie und rotem Weinlaub. Q10 soll sich beschleunigend auf die Kollagenbildung auswirken. Koffein sorgt kurzfristig dafür, dass sich die Haut spannt und dadurch praller wirkt. Rosskastanie und rotes Weinlaub wirken entzündlichen Prozessen, die das Hautbild zusätzlich schädigen, entgegen. Zudem sind die meisten Anti-Cellulite-Produkte reich an Feuchtigkeit und zum Beispiel mit Aloe Vera-Gel oder Urea angereichert.

Peelings, Massagen mit Roller etc.:
Damit Anti-Cellulite-Produkte auch tief genug in die entsprechenden Gewebeschichten eindringen können, reicht es meist nicht aus, diese einfach auf die Haut zu schmieren. Cremes, Lotion und Öle müssen gut in die Haut einmassiert werden. Das funktioniert am besten mit entsprechenden Massage-Rollern, -Bällen oder mit einer kräftigen Fingerspitzen-Massage. Am besten befreist du die zu behandelnden Hautstellen vorab von Kosmetikrückständen und Hautschüppchen, indem du diese Stellen gut reinigst und ein Peeling anwendest. Was sich als sehr wirksam erwiesen hat, sind kleine Nadelroller, mit welchen man über die gereinigten Hautstellen fährt. Dabei erzeugen die mikrofeinen Nadeln kleinste Verletzungen in der Haut, welche wiederum die Kollagenbildung anregen und damit für eine verbesserte Hautstruktur sorgen. Nach einer solchen Behandlung können die Wirkstoffe von Anti-Cellulite-Produkten besonders gut in die Hautschichten eindringen. Aber Vorsicht! Normalerweise wird eine solche Microneedling-Behandlung von entsprechenden Fachleuten vorgenommen. Wenn du eine solche Behandlung in Eigenregie zuhause durchführen möchtest, dann informiere dich vorab gut darüber, welche Produkte hochwertig sind und für den Einsatz der jeweiligen Körperpartien in Frage kommen. Ein Hauptaugenmerk sollte dabei auch auf der Hygiene (Hautsäuberung, Desinfizierung der Geräte) liegen, da Entzündungen durch das Eindringen von Keimen in die Haut unbedingt vermieden werden müssen. Des Weiteren kannst du die Durchblutung an den zu behandelnden Körperstellen auch ganz einfach durch regelmäßige Peelings und Massagen mit entsprechenden Bürsten und Handschuhen fördern.

Wechselduschen:
Heiß-kalte Wechselduschen machen am frühen Morgen nicht nur munter, sondern sie fördern auch die Durchblutung. Durch die wechselnden Temperaturen ziehen sich die kleinen Gefäße im Gewebe zusammen und weiten sich direkt danach wieder. Dieser Prozess regt den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass Schlacken im Körper besser abtransportiert werden können. Am besten fängst du bei den Füßen an und arbeitest dich mit der Duschbrause dann langsam an den Beinen entlang nach oben. Für mich als Warmduscher kostet es jedes Mal sehr starke Überwindung, mich mit eiskaltem Wasser abzubrausen. Aus diesem Grund rate ich dir, erst einmal mit nur kleineren Temperaturunterschieden zu arbeiten und dich nach und nach an heiß-kalte Wechselduschen heranzutasten. Ich empfehle dir, dich jeweils 3-4 Mal kalt und heiß abzubrausen. Schließe das „Ritual“ dann immer mit kaltem Wasser ab, damit sich deine Gefäße wieder zusammenziehen. Danach schnell abtrocknen – fertig!

Bindegewebe_Körperpflege
Peeling, Massagehandschuh, Nadelroller

TIPP 4: Kräftigende Übungen

Regelmäßige Bewegung und sportliche Aktivitäten wirken sich positiv auf unsere Silhouette aus, weil dabei unsere Muskulatur gestärkt wird. Du musst kein Kraftsportler mit dicken Muckies sein, um ein straffes Bindegewebe zu haben. Bereits regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur und sorgt dafür, dass neues Kollagen gebildet wird.

Du möchtest ganz bequem von zuhause aus dein Bindegewebe straffen?
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TIPP 5: Ausreichend trinken

Anti-Cellulite-Cremes sind nicht umsonst mit einer Extra-Portion an Feuchtigkeit versehen, schließlich polstert Flüssigkeit das Gewebe von innen auf (nicht zu verwechseln mit Wassereinlagerungen wie Ödemen!). Wer mindestens 2 Liter Mineralwasser und ungesüßte Getränke am Tag trinkt, trägt zudem dazu bei, dass Schadstoffe besser aus unserem Körper geschwemmt werden können. Wenn es dir schwerfällt, soviel zu trinken, dann erhöhe deinen Gemüse- und Obstkonsum. Tomaten, Gurke, Wassermelone, Beeren und Zitrusfrüchte sind reich an Flüssigkeit. Aber Vorsicht! Diese enthalten im Gegensatz zu Wasser und ungesüßten Tees Kalorien und Fruchtzucker, die zum Teil nicht zu unterschätzen sind!

Tipp: Ich stelle mir morgens immer zwei Literflaschen Wasser auf den Schreibtisch oder in die Küche, welche ich am Ende des Tages ausgetrunken haben möchte. Da ich mich an Arbeitstagen meist am Schreibtisch oder an freien Tagen sehr oft in der Küche aufhalte, sehe ich die Flaschen somit den ganzen Tag und werde ständig daran erinnert, etwas daraus zu trinken. Ebenso kannst du ein paar gefüllte Wassergläser in der Wohnung überall dort aufstellen, wo du mehrmals am Tag vorbeiläufst und jedes Mal etwas daraus trinken, wenn du eines der Gläser siehst.

Bindegewebe_Wasser
Viel Wasser trinken

ACHTUNG: Das schadet deinem Bindegewebe!

1. Crash-Diäten
Crash-Diäten schaden dem Stoffwechsel und machen unser Bindegewebe schwach, insbesondere dann, wenn wir immer wieder schnell ab- und zunehmen.

2. Zuviel Salz, Zucker und Alkohol
Zucker und Alkohol sind ebenfalls Feinde unseres Bindegewebes. Insbesondere der Zucker in Softdrinks, Süßwaren und im Alkohol löst Entzündungen in unserem Körper aus, welche die Elastizität unserer Haut zerstören und damit das Bindegewebe schwächen. Ein zu hoher Salzkonsum sorgt dafür, dass vermehrt Wasser in unserem Gewebe eingelagert wird, was zu stärker ausgeprägten Cellulite-Dellen führt. Gehe also sparsam mit stark zuckerhaltigen und alkoholischen Produkten um und verwende Salz nur in sehr geringen Mengen.


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Schlaffes Bindegewebe? Das kannst du dagegen tun!
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