Mandeln

Mandeln sind reich an wichtigen Nährstoffen und zeichnen sich durch viele gesundheitsfördernde Eigenschaften aus. Die Kerne liefern neben ungesättigten Fettsäuren auch zahlreiche Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen. Weiterhin enthalten sie Phosphor, Kupfer, Niacin, Vitamin E, Vitamin B1 und Vitamin B2 – alles Nährstoffe, die wichtig sind für unser Nervensystem und unsere Gehirnleistung. Aus diesem Grund wird die Mandel auch berechtigt als Nervennahrung bezeichnet.
Mandeln sind als ganze Kerne geschält und ungeschält erhältlich. Zudem findet man die Kerne auch in gehobelter, gehackter oder in geriebener Form vor, meistens im Regal mit den Backzutaten im Supermarkt. Ebenso werden Brotaufstriche wie Mandelmus oder Mandelcreme sowie Mandeldrink als Alternative zu Kuhmilch oder auch Mandelmehl angeboten. Für die äußerliche Anwendung kommt Mandelöl in zahlreichen Cremes, Lotion, Shampoos oder Haarpflegeprodukten zum Einsatz.

Mandelprodukte
Mandeln und Mandelprodukte

Gesundheitsfördernde Eigenschaften von Mandeln

Mandeln sind nicht nur echtes „Brainfood“, sondern sie können auch Krankheiten vorbeugen bzw. gesundheitliche Probleme abschwächen. So werden den braunen Kernen unter anderem positive Eigenschaften hinsichtlich des Insulinhaushalts / Blutzuckerspiegels zugeschrieben, d.h. durch den regelmäßigen Verzehr von Mandeln und Produkten, in denen Mandeln enthalten sind, kann sich unsere Insulinsensitivität langfristig verbessern. Diese Eigenschaft ist vor allem im Rahmen einer Diabetes-Prävention nicht zu vernachlässigen, denn je besser unser Körper auf Insulin reagiert, desto weniger besteht die Gefahr einer späteren Insulinresistenz, also einer Diabetes-Erkrankung, welche ggf. mit Medikamenten behandelt werden muss.
Ebenso sollen Mandeln eine cholesterinsenkende Wirkung haben und ein täglicher Verzehr von rund 60 Gramm das „böse“ LDL-Cholesterin senken und den Wert des „guten“ HDL-Cholesterins erhöhen. Verantwortlich dafür sollen die antioxidativ wirkenden Polyphenole (= sekundäre Pflanzenstoffe) sowie der hohe Ballaststoffgehalt in Mandeln sein.
Und es geht noch weiter! Der regelmäßige Verzehr von Mandeln kann sich außerdem positiv auf unsere Knochendichte auswirken. Zu diesem Entschluss kamen Wissenschaftler, als sie festgestellt haben, dass nach dem Verzehr von Mandeln bzw. von Mahlzeiten mit Mandeln weniger Calcium aus den Knochen ins Blut freigesetzt wird wie zum Beispiel nach dem Verzehr von anderen Lebensmitteln und Mahlzeiten ohne Mandelanteil.
Ebenso kann eine mit Mandeln angereicherte Ernährung langfristig zu einer Blutdrucksenkung führen und damit unser Herz-Kreislauf-System schützen.


Mandeln sind echte Schlankmacher

Die braunen Mandelkerne sind mit fast 600 kcal und mehr als 50 Prozent Fettanteil pro 100 Gramm echte Energiebomben und werden aus diesem Grund bei einer kalorien- und fettreduzierten Ernährungsweise gerne gemieden.
Dabei sind Mandeln echte Schlankmacher! Aufgrund ihres hohen Proteinanteils mit über 20 Prozent pro 100 Gramm sowie aufgrund ihrer Ballaststoffe sättigen sie und fördern zudem den TEF (Thermic Effect of Food). Darunter versteht man den thermischen Effekt der zugeführten Nahrung auf unseren Stoffwechsel, also zusätzliche Energie, die von unserem Organismus aufgebracht werden muss, um die Inhaltsstoffe der zugeführten Lebensmittel zu verwerten. Zudem konnte bisher in keiner Studie nachgewiesen werden, dass der zusätzliche Verzehr von täglich etwa 60 Gramm Mandel zu einer Gewichtszunahme führt.
Im Klartext heißt das: Eine gute Handvoll Mandeln pro Tag (z.B. im morgendlichen Müsli oder Smoothie oder als Nervennahrung für zwischendurch) kann unsere Gesundheit in vielfältiger Weise fördern.

Mandeln
ganze und geriebene Mandeln

Mandeln in der Kosmetik

Mandeln sind nicht nur „Brainfood“, sondern sie tragen zu Recht auch noch den Beinamen „Beautyfood“. Das in zahlreichen Kosmetik- und Pflegeprodukten enthaltene Mandelöl zeichnet sich insbesondere durch seine hautschützenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften aus. Das rückfettende Öl ist in seiner Beschaffenheit unserem Hautfett sehr ähnlich und sorgt dafür, dass unsere Haut schön glatt und geschmeidig wird.
Ob als Körperpeeling in Kombination mit Meersalz, als milchiger Badezusatz, als rückfettende Hautcreme oder als Öl für glänzendes Haar – Mandeln sind echte Schönmacher!


Vorsicht: Mandeln können Schadstoffe enthalten!

Wie wir bereits gelernt haben, kann der Verzehr von täglich rund 60 Gramm Mandeln unsere Gesundheit positiv beeinflussen. Allerdings sind die Kerne wirklich schwer verdaulich. Aus diesem Grund solltest du Mandeln immer sehr gründlich kauen und möglichst lange im Mund behalten, damit sie mit Hilfe des Speichels schon vorverdaut werden können. Machst du das nicht, dann verweilen die Kerne sehr lange in deinem Magen und werden unter Umständen nahezu unverdaut wieder ausgeschieden. Und das wäre wirklich schade um die vielen, nicht aufgenommenen Nährstoffe und damit verschenkten gesundheitsfördernden Eigenschaften.
Hinzu kommt, dass Mandeln auch Schadstoffe wie Schimmelgifte oder Blausäure enthalten können, die alles andere als gesundheitsfördernd sind. Leider ist äußerlich nicht wahrzunehmen, ob die gekauften Mandeln oder das jeweilige Mandelprodukt davon betroffen sind oder nicht. Aus diesem Grund solltest du Mandeln immer mit Bedacht verzehren.

Tipp:
Bitter schmeckende Mandeln wegwerfen, ebenso ranzig riechende und schmeckende Mandelkerne und Mandelprodukte, da hier die Gefahr von enthaltenen Schadstoffen sehr groß ist. Zudem solltest du Mandeln möglichst kühl lagern und zügig aufbrauchen. Beachtest du diese Punkte, dann kannst du die Kerne wirklich guten Gewissens verzehren.


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Lebensmittelcheck: Mandeln
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