Die 10 besten Lebensmittel gegen Entzündungen im Körper

Jeder von uns hatte sicherlich schon einmal eine Entzündung wie zum Beispiel eine Blasenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Sehnenscheidenentzündung oder Achillessehnenentzündung bei Sportlern. Diese akuten Entzündungen machen sich meist durch Schmerzen, Schwellungen, Wärmebildung oder Einschränkungen in bestimmten Bewegungsabläufen bemerkbar und sind aus diesem Grund einfach zu diagnostizieren.
Im Gegensatz zu diesen akuten Entzündungen mit eindeutigen Symptomen breiten sich chronische Entzündungen meist schleichend und ohne konkrete Symptome im Körper aus. Dazu zählen unter anderem Erkrankungen wie Rheuma und Arthritis.
Bei einer Entzündung handelt es sich um eine Immunreaktion des Körpers auf nicht erwünschte Eindringlinge in den Organismus. Dazu zählen Krankheitserreger wie Bakterien und Viren sowie Giftstoffe und tote Zellen. Sobald einer dieser „Feinde“ in den Körper eindringt, reagiert unser Immunsystem, indem es entsprechende Signale aussendet, welche dann als Symptome wahrgenommen werden können (z.B. Fieber, Schmerzen, Schwellungen bei lokalen, akuten Entzündungen).
Krankheiten wie Rheuma und Arthritis sind Folgen einer Überreaktion unseres Immunsystems, wobei auch gesundes Körpergewebe angegriffen wird. Ebenso werden Erkrankungen wie Depressionen, Krebs, verschiedene Autoimmunerkrankungen wie auch Übergewicht mit entzündlichen Prozessen in unserem Organismus in Verbindung gebracht.

Ursachen für Entzündungen im Körper

Für jede Krankheit bzw. für jede Reaktion unseres Immunsystems gibt es Ursachen. Aus diesem Grund sollte neben der Eindämmung / Abschwächung der Symptome vor allen Dingen an der Bekämpfung der Ursachen gearbeitet werden, um die jeweilige Krankheit nachhaltig zu besiegen.
Die Ursachen für Entzündungen im Körper können sehr vielfältig sein. Zu den häufigsten Ursachen für entzündliche Prozesse zählen die folgenden:


+ ungesunde, unausgewogene Ernährung
+ Nährstoffmangel
+ Überbelastungen durch zu viel Sport
+ Bewegungsmangel / Inaktivität
+ kranker, nicht voll funktionsfähiger Darm
+ Dauerstress
+ chronischer Schlafmangel
+ Nahrungsmittelallergien
+ ein schwaches Immunsystem, das Krankheitserreger nicht abwehren kann
+ dauerhafte Einnahme von Medikamenten

Diese Lebensmittel helfen dabei, Entzündungen zu bekämpfen:

Ein gut funktionierendes Immunsystem sowie ein intakter Darm sind die Basis für unsere Gesundheit. Insbesondere chronische Erkrankungen können mithilfe einer guten Ernährung vermieden oder bei Bestehen abgeschwächt oder sogar ganz geheilt werden.
Folgende Lebensmittel können dazu beitragen, Entzündungen jeglicher Art im Körper zu bekämpfen. In diesem Zusammenhang sei aber erwähnt, dass sich hier nur Erfolge zeigen, wenn du diese Lebensmittel regelmäßig und über einen längeren Zeitraum in deinen Speiseplan mit aufnimmst.

1. Kurkuma (Curcumin)

Das in der Kurkuma-Wurzel enthaltene Curcumin zählt zu den Antioxidantien und kann freie Radikale abbauen wie auch dessen Entstehung unterdrücken. Sobald Krankheitserreger in unseren Körper eindringen, bildet dieser Signalstoffe, um die Erreger zu bekämpfen. Diese werden übrigens auch bei zivilisationsbedingten Krankheiten und Gegebenheiten wie Übergewicht, Dauerstress, Schlafmangel oder Bluthochdruck gebildet. Das in Kurkuma wie auch in Curry enthaltene Curcumin hemmt die Produktion dieser Signalstoffe und verhindert damit, dass als Folge Radikale gebildet werden, die dem Körper großen Schaden zufügen können.
Kurkuma ist in gut sortierten Supermärkten frisch erhältlich und kann gut in Suppen, Pfannengerichte und Aufläufe gemischt werden. Kurkuma- und Currypulver geben deftigen Gerichten eine angenehme Würze. Ebenso kann Kurkumapulver in Smoothies oder heiße Milchgetränke (z.B. in Kombination mit Zimt) eingerührt werden.

Weitere Informationen zu Kurkuma findest in folgendem Beitrag >> Kurkuma / Goldene Milch.

2. Ingwer

Ingwer, insbesondere die darin enthaltenen Scharfstoffe 6-Gingerol und 6-Shogaol, wirkt antioxidativ, indem es oxidativen Stress, einen häufigen Auslöser von chronischen Entzündungen, hemmt. Zudem fördert Ingwer die Gesundheit unseres Darms, indem er die Bildung von Entzündungsmediatoren verhindert. Ingwer ist damit in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren und das Immunsystem zu stärken.
Ebenso wie Kurkuma ist Ingwer frisch in fast jedem Supermarkt erhältlich oder als Gewürzpulver. Ingwer wird vor allem in asiatischen Gerichten verwendet, kann aber auch als Getränk wie Tee oder Shot eingenommen werden.

Weitere Informationen zu Ingwer und zwei Rezepte mit Ingwer findest du in folgendem Beitrag >> Ingwer-Shot.

Ingwer und Kurkuma
Frischer Ingwer und Kurkuma

3. Kokosnussöl

Kokosnussöl wird aufgrund seiner hohen Dichte von wichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und Antioxidantien häufig zur inneren wie auch zur äußeren Behandlung von Entzündungen eingesetzt. Die im Kokosnussöl enthaltenen gesättigten Fettsäuren (mittelkettige Triglyzeride, kurz MCT) können Bakterien und Viren abtöten und bei der Bekämpfung von Infektionen im Körper helfen.
Kokosnussöl in nahezu jedem Supermarkt wie auch in vielen Drogerien erhältlich. Es kann zum Kochen, Backen und Braten verwendet werden sowie in Heißgetränke eingerührt werden. Da es sich bei den MCT um gesättigte Fettsäuren handelt, sollte bei regelmäßiger Verwendung unbedingt darauf geachtet werden, dass ausreichend ungesättigte Fettsäuren in den Speiseplan integriert werden, um ein optimales Verhältnis von gesättigten zu ungesättigten Fettsäuren zu gewährleisten.

Kokosnussöl
Kokosnussöl

4. Omega-3-reiche Lebensmittel (Walnüsse, Leinsamen, Hanfsamen, Chiasamen)

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann und die somit über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Diese essentiellen Fettsäuren sind unter anderem an der Bildung von Hormonen beteiligt und unterstützen die Funktionalität des Stoffwechsels wie auch unseres Immunsystems. Und dass ein intaktes Immunsystem sowie ein gesunder Darm eine wichtige Rolle in der Vermeidung von Entzündungen spielen, habe ich bereits erwähnt.
Omega-3-Fettsäuren können damit Entzündungen vorbeugen bzw. bereits vorhandene Entzündungen im Körper eindämmen. Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Fisch (z.B. Lachs, Sardinen, Rotbarsch, Makrelen) wie auch Leinsamen, Chiasamen, Hanfsamen und Walnüsse (sowie aus diesen Samen und Nüssen gewonnene Öle).

Weitere Informationen zu Omega-3-Fettsäuren findest du im folgenden Blog-Beitrag >> Omega-3-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren
Walnüsse, Hanf- und Chiasamen sind reich an Omega-3-Fettsäuren.

5. Grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold, Grünkohl, Pak Choi)

Dunkelgrüne Gemüsesorten sind nicht nur reich an Flavonoiden, sondern enthalten auch viel Vitamin A, C und K. Flavonoide sind Antioxidantien, die den Zellaufbau im Körper fördern. Dieser ist wiederum wichtig für die Bekämpfung von Entzündungen. Außerdem schützen die Vitamine A, C und K unser Gehirn gegen oxidativen Stress und helfen somit, entzündliche Prozesse durch den Angriff freier Radikale zu verhindern.
Du magst diese grünen Gemüsesorten nicht? Dann probiere es doch einfach mal mit einem Green-Smoothie-Pulver, welches du in deine Speisen und Getränke rührst! Diese Nahrungsergänzungsmittel enthalten meist grüne Gemüsesorten wie Spinat und Mangold, aber auch Gräser und Algen in konzentrierter Form und sind damit echte Nährstoff-Booster.

6. Kreuzblütler (Brokkoli, Blumenkohl, Weißkohl, Rosenkohl)

Ebenso wie grünes Blattgemüse sind auch Kreuzblütler wie Brokkoli und verschiedene Kohlsorten bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung. Verantwortlich dafür sind die in diesen Gemüsesorten enthaltenen Antioxidantien, Flavanoide, Carotinoide sowie Vitamin C – ein echter Power-Mix im Kampf gegen oxidativen Stress!
Achtung! Antioxidantien sind recht empfindlich und werden beim Kochen und Backen von Gemüse zu großen Teilen zerstört, in der Mikrowelle gehen diese sogar fast gänzlich verloren. Um diesem hohen Verlust zu entgehen, empfehle ich, Kreuzblütler möglichst schonend im Dampfgarer zuzubereiten.

7. Beeren (Blaubeeren, Himbeeren, Johannisbeeren)

Beeren zählen zu den Früchten, die einen hohen Anteil an sättigenden, verdauungsfördernden Ballaststoffen aufweisen und zudem reich an Antioxidantien sind. Die in Beeren enthaltenen Inhaltsstoffe unterstützen zudem die Bildung von gesunden Darmbakterien und tragen damit zu unserer Darmgesundheit bei.
Ich empfehle, heimische Beeren während der Saison zu kaufen und ansonsten auf Tiefkühlware zurückzugreifen, welche sich hervorragend zum Einrühren in Müslis, Joghurts, Smoothies und Süßspeisen eignet.

Beeren
Heidelbeeren und Himbeeren

8. Kirschen

Kirschen sind ebenfalls reich an Antioxidantien, die bekanntlicherweise oxidativen Stress bekämpfen und den Körper somit gegen Entzündungen schützen. Weiterhin sollen die in Kirschen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe unsere Gelenke vor Degeneration schützen. Ebenso werden Kirschen aufgrund ihres hohen Gehalts an antioxidativen Pflanzenstoffen auch als alternatives Schmerzmittel eingesetzt.

9. Braunalgen (Wakame, Kombu, Arame)

Das in Braunalgen enthaltene Fucoidan ist ein komplexes Kohlenhydrat, welchem sowohl krebshemmende wie auch entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Während hierzulange Algen eher weniger Bestandteil des Speiseplans sind, schwören Asiaten auf die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Wasserpflanzen. Insbesondere in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Algen sehr häufig als Heilpflanzen eingesetzt.
Wenn du frische Algen aufgrund ihres sehr eigenen leicht fischigen, salzigen maritimen Geschmacks nicht magst, dann kannst du auch Algenpulver als Ergänzung für Gemüsegerichte oder Smoothies verwenden und dadurch dein Essen entsprechend aufwerten.

Algen
Nori-Blätter und Wakame-Salat

10. Zwiebeln, Knoblauch

Die Lauchgewächse Zwiebeln und Knoblauch werden aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Schwefelverbindungen häufig als alternatives Heilmittel oder zumindest als Ergänzung zu Medikamenten eingesetzt. Sowohl Schwefelmoleküle wie auch in den Lauchgewächsen enthaltene Antioxidantien stärken das Immunsystem und bekämpfen Entzündungen.


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