Müde und Kraftlos

Du fühlst dich müde, ausgelaugt und erschöpft?

Das können die Gründe dafür sein!
Einen schlechten Tag, an welchem wir müde und schlapp sind, hat jeder von uns mal. Ein stressiger Arbeitstag, eine zu kurze Nacht, ein hartes Sportprogramm oder auch eine traurige oder aufwühlende Nachricht können dazu führen, dass wir uns kurzfristig müde, erschöpft und kraftlos fühlen. Sofern wir im Nachgang aber wieder regenerieren und unsere Batterien aufladen können, sind diese kurzfristigen Erschöpfungserscheinungen kein Grund zur Sorge.
Problematisch wird es dann, wenn wir uns dauerhaft ausgelaugt und schlapp fühlen, denn eine chronische Erschöpfung kann ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein. Insbesondere dann, wenn du dich über Monate hinweg schlapp und ausgelaugt fühlst und noch weitere Symptome wie Kopfschmerzen, muskuläre Verspannungen, unruhiger Schlaf oder Konzentrationsschwierigkeiten auftreten, sollten deine Alarmglocken läuten. In diesem Fall ist dringendes Handeln notwendig, d.h. du musst dich unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen und ggf. auch deinen Alltag und deinen Lebensstil genauestens analysieren.
Die Ursache für eine chronische Erschöpfung kann sowohl physischer wie auch psychischer Natur sein, nicht selten spielen körperliche und seelische Faktoren gemeinsam eine Rolle. Welche Gründe eine dauerhafte Erschöpfung haben kann, habe ich dir im folgenden Abschnitt zusammengefasst:

1.) Unausgewogene Ernährung / Nährstoffmangel

In der heutigen modernen Gesellschaft stehen Fast Food und Junkfood und damit verbunden überhöhter Zucker- und Fettkonsum, durch zahlreiche Konservierungsstoffe haltbar gemachte Produkte und nährstoffarme Nahrungsmittel bei vielen Menschen auf dem täglichen Speiseplan. Diese moderne Ernährung kann auf Dauer zu erheblichen Nährstoffmängeln führen, wodurch wiederum eine Schwächung unseres kompletten Organismus herbeigeführt wird und damit verbunden auch eine chronische Erschöpfung möglich ist.
Eine Unterversorgung mit Vitamin D, einigen B-Vitaminen (B12, B3, B5 und B7) sowie mit Biotin und Niacin kann Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsschwäche hervorrufen. Insbesondere Menschen, die in sonnenarmen Regionen leben und sich nur selten im Freien aufhalten sowie Veganern ist anzuraten, bei den o.g. Symptomen ihren Vitamin D- wie auch ihren Vitamin B12-Spiegel über ein entsprechendes Blutbild beim Arzt ermitteln zu lassen.
Da in der modernen Gesellschaft immer mehr stark verarbeitete und tierische Produkte verzehrt werden, leiden zudem viele Menschen heutzutage unter einer dauerhaften Übersäuerung. Diese führt wiederum dazu, dass unser Organismus nur eingeschränkt funktionsfähig ist. Eine mehrtägige Entgiftungskur mit rein basischer Ernährung kann bereits helfen, den Körper zu entlasten. Empfohlen wird 2x jährlich eine etwa 10-14-tägige Kur zur inneren Reinigung. Aber auch ohne Kur können wir mit einer ausgewogenen Ernährung maßgeblich zu einem gesünderen Alltag beitragen, indem wir nach und nach säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Käsewaren oder Alkohol von unserem Speiseplan streichen.

Fast Food und Junkfood
Industriell stark verarbeitete Nahrungsmittel

2.) Dauerstress als Ursache für Erschöpfung

Stress ist grundsätzlich nichts Schlechtes, sofern wir unserem Körper nach stressigen Phasen die Möglichkeit geben, sich wieder zu erholen. Sind diese Erholungsphasen zu knapp bemessen oder werden sie gar nicht erst ermöglicht, dann ist unser Körper dauerhaftem Stress ausgesetzt. Und dieser führt unter anderem zu Erschöpfung und kann sogar Ursache für sehr ernstzunehmende Erkrankungen wie Depressionen, Angstzuständen und Burnout sein.
Solltest du also dauerhaftem Stress ausgesetzt sein, und du hast das Gefühl, nicht mehr Herr der Lage werden zu können, dann musst du unbedingt einen Gang zurückschalten! Was dein Körper nun braucht, ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe!

3.) Schlafmangel

Ebenso kann ein dauerhafter Schlafmangel die Ursache für eine chronische Erschöpfung sein. Neben schlechten Einschlafgewohnheiten (z.B. Alkohol oder fettes Essen vor dem Zubettgehen) und einer ungünstigen Schlafumgebung (z.B. durchgelegene Matratzen, zu wenig Platz im Bett, laute Geräuschkulisse) können vor allem auch innere Unruhe, Angststörungen und Schlafapnoe maßgeblich zu einem dauerhaften Schlafmangel beitragen.
Hier gilt es, die Ursachen für den Schlafmangel zu beseitigen, um ausreichend Schlaf und damit die benötigte Erholung für unseren Körper zu gewährleisten.

Müdigkeit und Erschöpfung
Müdigkeit und Erschöpfung

4.) Krankheiten können Erschöpfung hervorrufen

Chronische Erschöpfung kann weiterhin ein Begleitsymptom zahlreicher Erkrankungen sein. Dazu zählen unter anderem Infektionskrankheiten wie Grippe, Drüsenfieber oder Lungenentzündungen, Stoffwechselerkrankungen wie Schilddrüsenüber- und -unterfunktion oder Diabetes Mellitus, Krebserkrankungen, Blutarmut oder auch ein dauerhaft zu niedriger Blutdruck.

5.) Krebstherapie und dauerhafte Medikamenteneinnahme

Des Weiteren können auch die bei der Behandlung von Krebs eingesetzten Methoden wie Strahlen- und Chemotherapie eine dauerhafte, starke Erschöpfung hervorrufen und unseren Körper enorm schwächen. Vor allem ältere, schwache Menschen und Personen mit einem ohnehin bereits geschwächten Immunsystem leiden enorm unter diesen sehr aggressiven und den Organismus stark belastenden Therapiemethoden.
Außerdem kann eine dauerhafte Einnahme verschiedener Medikamente wie z.B. Antihistaminika, Antidepressiva, Beta-Blocker oder auch Schmerz- und Beruhigungsmittel eine chronische Erschöpfung als Begleitsymptome hervorrufen.

Das kannst du gegen chronische Erschöpfung tun:

Die Ursachen für eine chronische Erschöpfung können sehr vielschichtig sein und sind häufig nicht sofort eindeutig identifizierbar. Wenn du dich immer wieder schlapp fühlst, unter ständiger Müdigkeit leidest und das Gefühl hast, einfach nicht 100% leistungsfähig zu sein, dann macht es Sinn, als erstes deinen Lebensstil und vor allem deine Ernährungsgewohnheiten zu analysieren und ggf. ein Blutbild beim Arzt machen zu lassen.
Sofern du dich weder in einer Krebstherapie befindest, noch dauerhaft Medikamente einnimmst und auch sämtliche Krankheiten (siehe Punkt 4) auszuschließen sind, kann ich dir empfehlen, folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  • Anpassung der Ernährung (mehr basische und frische Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte verzehren)

  • Stress abbauen (Aufgaben delegieren, Prioritäten setzen, Auszeiten nehmen)

  • Schlafqualität verbessern (ruhige Schlafumgebung, orthopädische Matratzen + Kissen, keine fetten Speisen und alkoholische Getränke vor dem Zubettgehen konsumieren)

  • den Alltag aktiver gestalten (regelmäßige sportliche Betätigung, soziale Kontakte pflegen, mal etwas Neues ausprobieren)

  • Obst und Gemüse
    Frisches Obst und Gemüse

    MERKE:

    Wenn du dich über einen Zeitraum von mehreren Monaten schlapp, müde und kraftlos fühlst, dann musst du den Ursachen auf den Grund gehen und diese unbedingt beheben, um langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.




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    Schlapp? Müde? Kraftlos? – Zieh’ endlich die Reißleine!
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