Der Weg aus dem Hamsterrad

Das Hamsterrad

Einfach nur funktionieren – das Leben im Hamsterrad

Tagein tagaus funktionieren wir. Mit dem Aufstehen beginnt quasi unser alltäglicher Lauf im sogenannten Hamsterrad, sowohl bei Angestellten wie auch bei Selbständigen, bei Müttern und Vätern in der Kindererziehung und bei allen anderen Menschen, die täglich immer wiederkehrenden Aufgaben nachgehen und versuchen, möglichst viel davon abzuarbeiten.
Der Alltag im Hamsterrad wird in der Regel von ständigen Gedanken an die nächsten Aufgaben geprägt. Oft sind wir gar nicht mehr in der Lage, unsere Freizeit zu genießen und glückliche Momente wahrzunehmen, da unsere Gedanken permanent rund um Verpflichtungen und Aufgaben kreisen, die noch zu erledigen sind. Der Blick für das Schöne sowie die Fähigkeit zu genießen gehen dabei immer weiter verloren und werden vom sogenannten Hamsterrad in den Hintergrund gedrängt.

Gefangen im Hamsterrad – Woran liegt das überhaupt?
Die Gefangenschaft im Hamsterrad kann verschiedene Ursachen haben. Sehr häufig fühlen sich Arbeitnehmer in diesen gesundheitsschädigen Teufelskreis gedrängt. In vielen Unternehmen werden Mitarbeiter regelrecht als Handelsware oder Roboter betrachtet, die für ein bestimmtes Entgelt einfach funktionieren müssen. Persönliche Bedürfnisse, individuell körperliche sowie geistige Voraussetzungen und Emotionen des einzelnen Arbeitnehmers sind nicht von Bedeutung. Warum auch? Schließlich ist jeder Mitarbeiter ersetzbar – so die Einstellung zahlreicher Arbeitgeber.
Aber auch Selbstständige fühlen sich oft durch äußere Umstände dazu gedrängt, immer und immer zu funktionieren. Zu groß ist die Angst vor dem Existenzverlust durch starke Einbußen aufgrund unzufriedener Kunden, unzuverlässiger Geschäftspartner oder immer größer werdendem Konkurrenzdruck.
Ebenso ist es möglich, dass man sich auch im Privatleben in einem Hamsterrad bewegt und einfach nicht den Weg nach draußen findet. Gründe dafür können Ängste vor dem Zerbrechen von Freundschaften sein, wenn man nicht immer für Freunde und Bekannte zur Verfügung steht.
Eines ist sicher: Wenn du dich dauerhaft im Hamsterrad bewegst, führst du nicht nur ein wenig erfülltes und zufriedenstellendes Leben, sondern du gefährdest auch deine Gesundheit!

Schließlich leben wir nur einmal, und genau dieses eine Leben sollte uns so glücklich wie möglich machen.
Also, arbeite aktiv an einem erfüllteren Leben und lasse dich nicht ständig von Ängsten, Zwängen und Erwartungen anderer leiten!

Raus aus dem Hamsterrad
Arbeit, Stress, Überforderung , Unzufriedenheit – Symptome eines Lebens im Hamsterrad

So steigst du aus dem Hamsterrad aus:

1.) Setze dir realistische Ziele!
Klar ist: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und erfolgreiche Menschen mussten sich ihren Erfolg und ihren Reichtum in der Regel hart erarbeiten. Das heißt aber noch lange nicht, dass du dich nun für deinen Job oder ein bestimmtes Ziel kaputtmachen sollst!
Viele Menschen machen einfach den Fehler, dass sie sich ihre Ziele viel zu hoch setzen und letztendlich dauerhaft ihren Träumen hinterherjagen. Wenn du dir ein Ziel setzt, dann hinterfrage vorab, ob du es überhaupt realisieren kannst und wenn ja, wieviel Zeit du dafür brauchen wirst. Behalte dabei stets deine persönlichen Fähigkeiten, Kompetenzen sowie Stärken und Schwächen im Auge und jage keinen Zielen hinterher, die du aufgrund deiner Voraussetzungen und Bedürfnisse gar nicht realisieren kannst.

Ja, selbstverständlich muss man Visionen haben und auch Dinge versuchen, die uns aus der Komfortzone herausbringen. Sobald du aber merkst, dass du dein Ziel nicht zum gesetzten Termin erreichen kannst oder einfach nicht die Fähigkeiten und sonstige Voraussetzungen mitbringst, um das Geplante umzusetzen, dann beende das Ganze.


2.) Analysiere deine Bedürfnisse
Was macht dich wirklich glücklich? Was genau zaubert dir ein Lächeln auf die Lippen und erfüllt dich mit einem wohligen Gefühl? Kannst du diese Fragen beantworten?

Vielen Menschen, die sich im Hamsterrad bewegen, ist gar nicht bewusst, was ihnen wirklich guttut und was sie erfüllt. Sie sind dermaßen mit dem Abarbeiten bestimmter Aufgaben und dem Hinterherjagen nach Träumen beschäftigt, dass die den Sinn für das Schöne verloren haben. Dabei es so wichtig, sich klarzumachen, was einem wirklich guttut und genau diese positiven Dinge herauszuarbeiten und ihnen mehr Bedeutung im Leben zukommen zu lassen.

Der Weg aus dem Hamsterrad
Wer den Weg aus dem Hamsterrad geschafft hat, fühlt sich wesentlich befreiter.

3.) Betrachte dein Konsumverhalten kritisch
Das neueste Smartphone, das Hightech Laptop, das Auto mit allem Schnickschnack, die teure Designer-Handtasche, die schicke Penthouse-Wohnung… das alles sind Konsumgüter, die viel Geld kosten und über welche sich viele Menschen zu profilieren versuchen.

Aber gehe doch mal ganz tief in dich! Brauchst du das neue Smartphone wirklich, oder funktioniert dein Vorgänger-Modell noch einwandfrei? Muss es tatsächlich die Designer-Klamotte sein, oder gefallen dir auch andere Kleidungsstücke günstigerer Marken? Kaufst du dir diese Güter vielleicht gerade deswegen, um anderen zu zeigen, dass du finanziell mithalten kannst und ein toller Typ bist? Kaufst du die Sachen nicht einzig und allein, weil sie dir gefallen und weil du sie aufgrund ihrer Funktionalität tatsächlich brauchst, oder gibt es vielleicht andere Gründe? Möchtest du jemandem imponieren? Bist du auf der Suche nach Anerkennung?

Hinterfrage dein Konsumverhalten und überlege dir, ob du diese Güter tatsächlich zum Glücklichsein benötigst. Das gilt insbesondere dann, wenn du dir teure Waren und Reisen gar nicht leisten kannst und dir dessen Besitz über Kredite, Ratenzahlung oder dem Ansammeln von bezahlten Überstunden ermöglichen musst. Und genau hier kommt das Hamsterrad wieder ins Spiel! Du setzt dich permanent unter Druck, schuftest ununterbrochen, und das alles nur, um deinem Umfeld zu imponieren oder einfach, um bei anderen mithalten zu können?


4.) Lasse los!
Trenne dich von Ballast, von nervigen Post-It’s mit Aufgaben an deinem PC-Monitor, von immer wieder aufpoppenden Erinnerungen in deinem Outlook-Kalender oder auf deinem Smartphone, von Memos mit To Do-Listen auf deinem Schreibtisch und von der nervig tickenden Wanduhr in deinem Wohnzimmer oder im Schlafzimmer, die dir ständig signalisiert, wie schnell dir die Zeit davonrennt. Schalte die Benachrichtigungsfunktion für Facebook- und WhatsApp-Nachrichten auf deinem Smartphone aus und stelle dein Gerät auf lautlos, wenn du zuhause bist und deine Ruhe haben möchtest.

Ebenso solltest du dich von Menschen trennen, die dir nicht guttun. Du betrachtest deinen Job aufgrund der Arbeit, der Kollegen, des Chefs oder des schlechten Gehalts als Ballast? Dann werfe diesen Ballast endlich ab und suche dir einen neuen Job! Trau‘ dich endlich und mache den ersten Schritt in einen neuen Lebensabschnitt ohne ständigen Druck, Ängste und unnötigen Ballast. Verlasse das Hamsterrad!




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Raus aus dem Hamsterrad!
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