Zeitdiebe

Zeitdiebe sind kleine Biester!

Zeitdiebe klauen dir oft völlig unbemerkt hier ein paar Minuten, da eine halbe Stunde, und am Ende des Tages fragst du dich, wo die Zeit denn schon wieder geblieben ist. Kennst du das? Die Rede ist von Zeitdieben, die dir hier und da immer wieder ein wenig Zeit stehlen und dafür sorgen, dass du nicht alle Punkte auf deiner To-Do-Liste abzuarbeiten schaffst und permanent das Gefühl hast, dein Arbeitspensum nicht zu schaffen.
Zeitdiebe sorgen dafür, dass du ineffizient arbeitest, dass du dich verzettelst, dich unter Druck setzt und einfach gestresst bist. Wenn diese kleinen Biester, die Zeitdiebe, einen zu großen Platz in deinem Alltag einnehmen, kann das schnell dazu führen, dass du dich dauerhaft überfordert fühlst und einfach nicht zur Ruhe kommst. Dabei handelt es sich bei Zeitdieben meist um unnötige Tätigkeiten und sinnlose Dinge, die dich in deiner Arbeit nicht voranbringen. Ganz im Gegenteil, sie behindern deinen Workflow und dürfen auf gar keinen Fall ignoriert werden. Um herauszufinden, welche Zeitdiebe dich in deiner Arbeit behindern, ist eine gute Portion Selbstreflexion notwendig. Da es vielen Menschen aber nicht leicht fällt, herauszufiltern, was genau ihnen genau kostbare Zeit stiehlt, habe ich dir im Folgenden die 7 größten Zeitdiebe zusammengefasst.

Vor diesen Zeitdieben solltest du dich in Acht nehmen

1.) Smalltalk mit Kollegen, Nachbarn etc.
Ein kleiner Talk über das vergangene Wochenende mit der Kollegin, das Einholen der neuesten Gerüchte über den Chef bei der Sekretärin oder der Tratsch nach der Arbeit mit dem Nachbarn… Smalltalk wirkt auf viele von uns entspannend und ist eine gelungene Abwechslung zur sonstigen Arbeit. Keine Frage, eine kleine Pause zwischendurch muss auch mal sein. Wenn du dich jedoch 3-4x am Tag mit der netten Kollegin beim Kaffee verquatschst und jeden Abend noch eine halbe Stunde mit dem Nachbarn schnatterst, dann können sich pro Tag schonmal 2-3 Stunden aufsummieren, die du für lockeren Smalltalk verschenkst.

2.) Social Media (Facebook, Instagram, Twitter etc.)
Social Media-Kanäle sind heutzutage kaum mehr wegzudenken, denn Facebook und Co. werden zu immer wichtigeren Kommunikationsmedien weltweit.
Da die meisten von uns die entsprechenden Apps auch auf ihren mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet installiert haben, greift man oft bei jeder neuen Benachrichtigung zum Gerät und scrollt dann meist noch die Timeline durch, um zu schauen, was in der Zwischenzeit noch alles an Beiträgen und Kommentaren gepostet wurde. Und zack, sind mal wieder 15 Minuten verstrichen!
Ein Tipp von mir: Schalte die Benachrichtigungsfunktion der Social Media-Apps aus und schaue wirklich nur in Pausen nach.

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Der ständige Blick auf die verschiedenen Social Media-Kanäle raubt Zeit.

3.) E-Mails
Ebenso wie mit den sozialen Medien verhält es sich auch mit privaten E-Mails. Mit jeder Benachrichtigung über eine neu eingegangene E-Mail wird deine Neugierde gepackt, und du unterbrichst deine Arbeit, um diese Mail zu lesen. Und wenn du schonmal dein Postfach geöffnet hast, schaust du gleich noch nach, welche Nachrichten in deinem Spam-Ordner gelandet sind. Und zack, wieder sind 15 Minuten vergangen, in denen du deine Arbeit unterbrochen hast!
Auch hier gilt: Private E-Mails können auch mal ein paar Stunden (z.B. bis zur Mittagspause oder bis zum Feierabend) warten. Hinzu kommt, dass dein Workflow nicht unnötig unterbrochen wird, wenn du das Lesen der eingegangenen E-Mails um ein paar Stunden nach hinten verlegst.

4.) Perfektionismus
Viele sehr ehrgeizige Menschen leiden unter Perfektionismus. Sie stellen extrem hohe Ansprüche an sich selbst und an ihre Arbeit. Dabei verzetteln sie sich jedoch viel zu oft und vergeuden ihre Zeit für Detailarbeiten, die zum Erreichen eines bestimmten Zieles bzw. zum Lösen einer Aufgabe in diesem Umfang gar nicht notwendig sind.
Ein kleines Beispiel: Für einen Beitrag auf deiner Webseite bearbeitest du z.B. ein Bild und benötigst dafür 2 Stunden, weil du hier noch ein wenig die Farben nachbesserst und da noch eine andere Schriftart ausprobierst. Dabei wäre der Erst-Entwurf völlig ausreichend gewesen, um das entsprechende Thema auf deiner Webseite zu visualisieren, und der Betrachter bemerkt diese ganzen Feinheiten der Bildbearbeitung sowieso nicht.

5.) Hilfsbereitschaft
„Hast du mal kurz Zeit, ich bräuchte deine Hilfe.“
„Könntest du mir mal bitte kurz helfen.“
„Warte mal kurz, könntest du…?“

Na, kommen dir diese Sätze bekannt vor? Zählst du auch zu den Menschen, die dabei nicht NEIN sagen können und ihrem Umfeld stets gerne zur Hilfe stehen?
Ja, jemandem zu helfen, wenn er mal wirklich Hilfe braucht, ist stets eine gute Tat, und Hilfsbereitschaft spielt ebenso wie Dankbarkeit eine wichtige Rolle in unserem sozialen Alltag. Allerdings darf deine Hilfsbereitschaft keine Überhand nehmen und schon gar nicht ausgenutzt werden. Wenn du jedes Mal deine Arbeit unterbrichst, um anderen bei ihrer Arbeit zu helfen, dann bleibt dir umso weniger Zeit für deine eigenen Aufgaben.
Mache hier ganz klare Abstriche und helfe nur dann, wenn es wirklich notwendig ist und nicht, weil der Kollege oder Nachbar wieder einfach nur zu faul ist, sich selbst der Sache anzunehmen. Und lasse dich nicht ausnutzen! Menschen, die immer nur deine Hilfeleistung einfordern, nie aber selbst ihre Hilfe anbieten, haben es nicht verdient, dass du ihnen ständig deine kostbare Zeit schenkst.

6.) Unordnung
Unordnung zählt in der Tat zu den ganz fiesen Zeitdieben. Viele Menschen sind der Meinung, dass sie keine Zeit zum Aufräumen haben. Sei das der Schreibtisch, der Aktenschrank, die Küche, der Kleiderschrank oder der Vorratsraum.
Wenn du zu diesen Menschen zählst, dann rechne bei deiner nächsten Suchaktion nach einem Gegenstand doch mal nach, wieviel Zeit du dafür benötigst, die Rechnung, die Notizen, die E-Mail, die Buchungsbestätigung, das Kleidungsstück oder die Kochzutaten zu finden. Na, merkst du etwas?
Einmal pro Woche zwei Stunden aufräumen oder Unordnung und 3x täglich 10 Minuten nach einem Gegenstand zu suchen macht einen Unterschied. Rechne mal nach! 😉

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Unordnung und Chaos raubt unnötig Zeit.

7.) Unkonzentriertheit
Du arbeitest an einem Projekt und kannst dich nicht konzentrieren, weil deine Gedanken viel zu oft abschweifen? Dir fällt es sehr schwer, dich für längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren und diese strukturiert abzuarbeiten?
Dann musst du unbedingt eine Pause einlegen! Wenn du unkonzentriert bist, kommst du mit deiner Arbeit nicht voran und machst Fehler, was dazu führt, dass du viel zu viel Zeit verschwendest.
Dein Gehirn benötigt regelmäßige schöpferische Pausen. Einfach mal das Fenster aufmachen und mehrere tiefe Atemzüge nehmen, ein kleiner Power-Nap oder ein kurzer Spaziergang reichen bereits aus, um wieder etwas runter zu kommen und neue Kraft zu schöpfen.




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Wie dir Zeitdiebe den Alltag erschweren
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