Stressfreie Weihnachtszeit

5 Tipps, wie du stressfrei durch die Weihnachtszeit kommst

Alle Jahre wieder… kommt der Weihnachtsstress

Weihnachten – die besinnlichste Zeit des ganzen Jahres. Die Zeit der Liebe, der Freude und des fröhlichen Zusammenseins. In der Realität sieht das Ganze sehr häufig leider ganz anders aus: Stress, Stress und nochmals Stress.
Erwartungen an das Weihnachtsfest werden viel zu hoch geschraubt, und oft mutet man sich selbst und seinen Mitmenschen einfach viel zu viel zu, was nicht selten zu Frust, Enttäuschungen und Streit führt. Ob es der Besuch der Verwandtschaft über die Feiertage ist, das perfekte Weihnachtsmenü, die Geschenke für die Liebsten, das Aussuchen des Weihnachtsbaums, das Schmücken der Wohnung, die weihnachtliche Außenbeleuchtung und vieles mehr.
Hinzu kommt, dass die meisten Unternehmen bis zu Weihnachten noch alle laufenden Arbeitsaufträge vom Tisch haben und mit dem Jahr abschließen wollen, was für Arbeitnehmer, aber auch für selbstständige Einzelunternehmer nicht selten Arbeit am Limit bedeutet. Und dann sind da noch die ganzen privaten Verpflichtungen: Weihnachtsfeier vom Sportverein, Jahresabschlussfeier der Kumpels, Weihnachtsfeier vom Dart-Club, Jahresabschlusstreffen der Hunde-Freunde,…
So wird diese eigentlich besinnliche Jahreszeit schnell zur stressigsten Zeit des Jahres.
Um das zu vermeiden, habe ich dir im Folgenden meine 5 besten Tipps aufgelistet, die dir dabei helfen können, dich in der Vorweihnachtszeit besser zu organisieren und die letzten Wochen im Jahr einfach mit weniger Druck und Stress genießen zu können.

Tipp 1: Plane rechtzeitig

Für die meisten von uns beginnt der Weihnachtsstress genau dann, wenn man eigentlich zur Ruhe kommen und das Jahr besinnlich ausklingen lassen soll. Oft arbeiten wir bis zum letzten Tag vor dem Weihnachtsfest und versuchen dann, noch alles unter einen Hut zu bekommen: Geschenke kaufen und verpacken, Einkäufe erledigen, Essen vorbereiten, die Wohnung putzen und festlich schmücken, zum Friseur gehen usw.
Meistens fehlt uns für diese Erledigungen in der Vorweihnachtszeit die Zeit – denken wir zumindest. Denn mal ganz ehrlich: wer mit Freunden und Kollegen gemütlich über Weihnachtsmärkte schlendern, von einer Weihnachtsfeier zur nächsten gehen kann und restliche Urlaubstage und/oder Überstunden mit ins neue Jahr nimmt oder sogar ganz verfallen lässt, der ist selbst schuld!
Klar, im Sommer mag keiner von uns bereits an Weihnachten denken. Dennoch kann man frühzeitig planen und sich zum Beispiel Notizen machen, wenn die Liebsten Wünsche äußern, die man ihnen zu Weihnachten erfüllen könnte.
Ebenso solltest du dir frühzeitig Gedanken darüber machen, wo du die Weihnachtsfeiertage verbringen möchtest und mit wem zusammen, ob du selbst Gäste einlädst und auf welche Weihnachtsfeier du im Vorfeld verzichten könntest, weil es dich einfach zu viel Zeit kostet.
Du hast noch Überstunden abzubummeln und noch Resturlaub für das laufende Jahr? Dann baue diesen auf jeden Fall noch im Dezember ab und gönne dir (sofern es der Dienstplan zulässt) wenigstens ein paar freie Tage vor dem Weihnachtsfest. Diese kannst du dann zum Beispiel dafür nutzen, Einkäufe und lästige Hausarbeiten zu erledigen, Essen vorzubereiten, Geschenke einzupacken etc., so dass du die Feiertage selbst dann ganz entspannt angehen kannst.

Stressfreie Weihnachtszeit - gute Planung
Eine gute Planung ist das A und O, um unnötigen Stress zu vermeiden.

Tipp 2: Mache dir deine Ziele und Wünsche bewusst

Bereits vor Beginn der Adventszeit solltest du dir im Klaren darüber sein, wie du die letzten Wochen des aktuellen Jahres verbringen möchtest. Dabei können dir folgende Fragen helfen:

  • Möchte ich die Feiertage zuhause verbringen, oder möchte ich Verwandte besuchen?
  • Möchte ich meine Familie zu Besuch haben, oder möchte ich lieber alleine mit Partner/Partnerin und Kindern feiern?
  • Ist es mir wichtig, dass die Wohnung weihnachtlich perfekt durchgestylt ist, oder reichen auch ein paar Kerzen oder ein Gesteck, zumal ich sowieso kaum zuhause bin?
  • Möchte ich an den Feiertagen in der Küche stehen und etwas Feines kochen, oder möchte ich mich lieber im Restaurant verwöhnen lassen?
  • Möchte ich in der Adventszeit abends mal ein paar ruhige, entspannte Stunden bei einem Weihnachtsfilm auf der Couch verbringen, oder treffe ich mich lieber mit Freunden und Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt?
  • Ist es mir wichtig, auf jeder Weihnachtsfeier anwesend zu sein, oder wird mir das einfach zu viel, diesbezüglich noch auf jeder Hochzeit zu tanzen?


  • Tipp 3: Überprüfe deine Rituale

    Das After-Work-Meeting auf dem Weihnachtsmarkt, der Adventskaffee bei Eltern und/oder Schwiegereltern, das Basteln eines individuellen Kalenders für die Liebsten, das große Plätzchenbacken mit den Kids, der vorweihnachtliche Feuerzangenbowle-Abend mit den Nachbarn, der Besuch in der Kirche an Heiligabend, das 3-Gänge-Weihnachtsmenü und, und, und.
    Es gibt zahlreiche Rituale und Traditionen, die uns mehr Stress als Freude bescheren können. Das ist nämlich dann der Fall, wenn es einfach zu viel wird. Überdenke einfach mal diese alljährlichen Rituale und sortiere aus. Welche Traditionen bereiten dir wirklich Freude, und auf welche kannst du verzichten? Bespreche deine Entscheidungen auch mit den Betroffenen und biete ggf. Alternativen an. Wenn das Backen mit den Kids zum Beispiel zu viel Stress für dich bedeutet, und die Plätzchen meist sowieso keine Verwendung finden, dann biete dem Nachwuchs an, stattdessen einen Nachmittag mit ihnen auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Frage in der Familie nach, ob es wirklich notwendig ist, ein 3-Gänge-Menü am Heiligabend aufzutischen oder ob es auch ein einfacheres Gericht tut, was dir zudem ermöglicht, mehr Zeit mit deinen Gästen am Tisch zu verbringen. Und muss es unbedingt der selbst gebastelte Adventskalender für Schatzi sein?
    Rituale können ganz schnell zu regelrechten Zwängen führen, die unheimlich Stress auf uns ausüben. Überlege also, ob du das eine oder andere Ritual nicht streichen kannst.

    Tipp 4: Verabschiede dich von Perfektionismus

    Perfektionismus ist einer der größten Zeitdiebe und Stressfaktoren überhaupt. Und somit kostet er uns auch in der Adventszeit enorm viel Zeit und Nerven. Das Fatale: Auch Menschen, die im sonstigen Alltag weniger zu Perfektionismus neigen, versuchen dann aber in der Weihnachtszeit alles möglichst perfekt zu machen. Warum? Weil es das soziale Umfeld erwartet, oder weil man diese Anforderungen an eine perfekt organisierte Weihnachtszeit einfach an sich selbst stellt.
    Ist es aber wirklich unbedingt notwendig, die Wohnung mit farblich perfekt aufeinander abgestimmter Weihnachtsdeko komplett durchzustylen? Müssen es wirklich an allen drei Feiertagen festliche Mehr-Gänge-Menüs sein? Müssen die Geschenke für die Liebsten unbedingt mit zig Schleifen, Anhängern und Namenskärtchen versehen sein, oder freuen sich die Beschenkten auch, wenn ihre Geschenke einfach nur mit viel Liebe und ohne viel Verpackung übergeben werden?
    Und noch etwas: NEIN, du musst es – nur weil Weihnachtszeit angesagt ist – nicht allen recht machen!

    Stressfreie Weihnachtszeit
    Perfektionismus verursacht unnötigen Stress.

    Tipp 5: Plane feste Ruhetage ein

    Ja, neben der Arbeit gibt es in der Weihnachtszeit doch noch einiges zu erledigen, und es fallen noch etliche Termine an. Aber genau deswegen ist es unbedingt notwendig, dass du dir feste Ruhetage einplanst. Mindestens ein Tag in der Woche sollte der Entspannung dienen: ausschlafen, entspannt frühstücken, etwas lesen oder einfach auf der Couch lümmeln, Kerzenschein, weihnachtliche Düfte, leckerer Gewürztee, ein Entspannungsbad, ein ausgedehnter Winterspaziergang an der frischen Luft usw.
    Es ist wichtig, dass du trotz aller Erledigungen ausreichend Zeit für dich einplanst. An diesen Tagen kommst du zur Ruhe und genießt die vorweihnachtliche Stimmung in vollen Zügen.
    Wenn es möglich ist, dann nehme dir im Dezember doch ein paar Tage frei, z.B. einige Tage vor den Feiertagen oder auch mal ein bis zwei Tage im Vorfeld während der Adventszeit.
    Ich persönlich plane zum Jahresende immer etwas mehr Freizeit ein, um diese besinnliche Zeit auch wirklich genießen und in aller Ruhe mit dem Jahr abschließen zu können.
    In diesem Sinne wünsche ich dir eine möglichst stressfreie und harmonische Weihnachtszeit 😊

    eBook-Banner



    Zurück zur Übersicht Achtsamkeit

    Stressfrei durch die Weihnachtszeit
    Markiert in: