Sportmotivation

Ohne Motivation läuft nichts!

Jeder von uns kennt ihn und hat schon das eine oder andere Mal Erfahrungen mit ihm gemacht, sich wirklich nervenzerreißende und kraftraubende Kämpfe mit ihm geliefert… und letztendlich doch verloren.
Die Rede ist vom sogenannten Inneren Schweinehund. Mal ist er stärker präsent, mal weniger. Mal besiegen wir ihn, indem wir uns über ihn hinwegsetzen, mal kapitulieren wir, indem wir nachgeben. Grundsätzlich versteht man unter dem inneren Schweinehund fehlende Motivation und Willensschwäche. Dieser tritt insbesondere dann auf, wenn wir eine Situation oder Tätigkeit als unangenehm einschätzen.

Was hat das aber denn jetzt mit Sport zu tun? Einiges! Denn vor allem, wenn es darum geht, regelmäßig Sport zu treiben, tritt diese Willensschwäche bei vielen Menschen verstärkt auf. Das ist immer genau dann der Fall, wenn wir die sportliche Betätigung an sich (z.B. viel Schwitzen, anstrengend, Muskelkater) oder die äußeren Bedingungen (z.B. langer Anfahrtsweg, anstrengender Arbeitstag, Wetter für Outdoor-Sport passt nicht) als unangenehm empfinden.
Fehlt die entsprechende Motivation für die sportliche Betätigung, dann wird der innere Schweinehund uns immer wieder überwältigen. Logisch! Denn wenn wir etwas als angenehm und sinnvoll empfinden und aus voller Überzeugung dabei sind, hat ein innerer Schweinehund keinerlei Chancen, überhaupt aufzutreten.
Die folgenden 7 Tipps sollen dir dabei helfen, deine Motivation für regelmäßige sportliche Betätigung zu steigern.

 

Sportmotivation – Tipp 1:
Setze dir klare, realistische Ziele!

Am Anfang eines jeden Plans und der damit zusammenhängenden Umsetzung steht grundsätzlich die Zielsetzung. Und hier werden leider immer wieder fatale Fehler gemacht, die dazu führen, dass man ganz schnell die Lust an sportlicher Betätigung bzw. an einer bestimmten Sportart verliert. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dir klare und vor allem realistische Ziele setzt.

Mein persönlicher Tipp: Definiere deine Ziele grundsätzlich immer nach der SMART-Formel (= Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch, Terminiert).

Mit spezifisch ist dabei gemeint, dass du dein Ziel ganz klar und deutlich definierst bzw. konkret formulierst, zum Beispiel: „Ich möchte den Marathon in weniger als 4 Stunden laufen“ oder „Ich möchte 10 kg abnehmen“.

Messbar bedeutet, dass dein Ziel überprüfbar sein muss. Gut und einfach überprüfbar sind Mengenangaben, so zum Beispiel kg-Angaben bzgl. Gewichtsverlust, Zeitangaben für Lauf-Events, Prozentangaben bzgl. Körperzusammensetzung oder auch Wettkampferfolge wie der Gesamtsieg oder auch eine bestimmte Platzierung in einer Altersklasse oder für Einsteiger der erfolgreiche Zieleinlauf bei einem Event.

Mit akzeptiert ist gemeint, dass du zu 100% hinter dem von dir gesetzten Ziel stehen solltest. Das Erreichen dieses Ziels sollte aus eigener Überzeugung geschehen und nicht, weil dir jemand gesagt hast, dass du fitter werden musst. Du selbst musst es wirklich wollen.

Realistisch heißt, dass dein Ziel für dich erreichbar sein muss. 10 kg Körperfett in einem Monat abzunehmen ist ebenso unrealistisch wie der erfolgreiche Zieleinlauf beim Marathon nach nur zwei Monaten Training für einen absoluten Laufanfänger.

Ganz wichtig und nicht zu unterschätzen ist zudem die Terminierung deines Ziels. Setze dir eine REALISTISCHE Deadline, bis wann du dein Ziel erreicht haben möchtest. Das kann eine Wochen-, Monats- oder Jahresangabe sein (z.B. „in 3 Wochen“, „in 6 Monaten“, „bis Ende diesen Jahres“) wie auch ein fester Termin (z.B. „am 01. Mai 2020“, „der Strongman Run am 25.06.20“).

Mein persönlicher Tipp: Wenn du ein größeres Ziel anstrebst, dessen Erreichen mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nimmt, dann teile dieses Hauptziel in mehrere kleine Teilziele (z.B. wochen- oder monatsweise) auf.

 

Sportmotivation - Ziele
Setze dir klar definierte, realistische Ziele!

 

Sportmotivation – Tipp 2:
Finde einen Sport, der dir Spaß macht und der zu dir passt

Extrem wichtig für eine dauerhafte Motivation ist, dass du einen Sport findest, der dir langfristig auch wirklich Spaß bereitet und der zu dir passt.
Wenn du zum Beispiel stark übergewichtig bist und vielleicht sogar schon mit Knieproblemen zu kämpfen hast, dann wirst du vermutlich keinen Spaß am Laufen haben. Sind Fitness Studios der absolute Horror für dich, weil das Training an Geräten oder mit freien Gewichten einfach zu langweilig und eintönig für dich ist, dann wirst du beim Krafttraining nicht glücklich werden. Du bist ein absoluter Einzelkämpfer? Dann wirst du mit einer Mannschaftssportart vermutlich nicht glücklich werden. In diesem Fall ist ein Individualsport wie Laufen, Radfahren, Schwimmen oder auch Krafttraining besser geeignet für dich. Du sitzt den ganzen Tag und baust jeden Tag unheimlich viel Frust auf, der dich belastet? Dann probiere eine Sportart aus, bei welcher du dich mal richtig auspowern kannst, zum Beispiel eine Kampfsportart wie Kickboxen oder das Training in einer Crossfit-Box. Als Naturfreund wird dir sicherlich Trailrunning, Mountainbiking und Hiking viel Spaß bereiten.

Hast du einen Sport gefunden, der dir wirklich Spaß bereitet, dann bleibst du auch dauerhaft am Ball und kannst dich immer wieder zum Training motivieren. Ja, der Sport wird dann ganz schnell zu einem festen Bestandteil deines Alltags.

 

Sportmotivation – Tipp 3:
Gestalte dein Vorhaben möglichst unkompliziert

Halte es so einfach wie möglich. Dieses Motto gilt auch für die Sportmotivation, denn je komplizierter sich die Umsetzung deines Vorhabens gestaltet, desto schwieriger wird es, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich langfristig zu motivieren.
Wenn du Sport in einem Fitness Studio, einem Sportverein, einem Yoga-, Kampfsportstudio o.ä. machen möchtest, dann wähle ein Studio, welches du schnell und einfach von zuhause und/oder von der Arbeit aus erreichst. Ebenso sollten die Trainingszeiten realistisch sein. In den meisten Fitness Studios hast du ja sowieso sehr ausgedehnte Öffnungszeiten, viele sind heute sogar schon rund um die Uhr geöffnet. Entscheidest du dich für eine Sportart mit festen Trainingszeiten bzw. Kursen, dann wähle ein Studio / eine Schule / einen Verein, bei welchem dasselbe Training bzw. derselbe Kurs möglichst mehrmals wöchentlich zu unterschiedlichen Zeiten stattfindet, so dass du auch flexibel bist, wenn du zum Beispiel aus beruflichen Gründen mal an einem Tag nicht zum Training gehen kannst. Je mehr Optionen dir zur Verfügung stehen, desto besser.
Wichtig ist jedoch, dass der Sport zur Routine wird und dass du ihn regelmäßig durchführst. Aus diesem Grund können feste Trainingstage und -zeiten insbesondere Anfängern dabei helfen, die sportliche Betätigung dauerhaft in den Alltag zu integrieren.

An dieser Stelle möchte ich dir noch einen persönlichen Tipp verraten: Nimm‘ die bereits fertig gepackte Sporttasche gleich mit zur Arbeit, so dass du direkt nach Dienst ohne Umweg über dein Zuhause zum Sport gehen kannst. Sofern du von zuhause aus draußen laufen oder Radfahren gehst, lege dir die entsprechende Kleidung und das notwendige Equipment bereits am Abend vorher griffbereit zurecht.

 

Sportmotivation - Sportsachen
Bereite dich auf dein Training vor, indem du die Sportsachen bereits gepackt hast.

 

Sportmotivation – Tipp 4:
Belohne dich!

Belohnungen sind wichtig, um die Motivation zu fördern. Damit meine ich aber nicht nur, dass du dich lediglich beim Erreichen deines Hauptziels belohnst, sondern vielmehr, dass du auf dem langen Weg dorthin immer wieder kleine Erfolge würdigst. Das kann das Erreichen eines Zwischenziels sein oder auch dann, wenn du ein besonders anstrengendes Training durchgezogen hast, dich trotz widriger Bedingungen doch noch zum Sport aufraffen konntest oder wenn du merkst, dass dein Hosenbund etwas lockerer geworden ist.
Würdige kleine Erfolge, indem du dir stolz auf die Schulter klopfst und dir etwas Schönes gönnst. Ob das ein duftendes Entspannungsbad nach dem Training, ein leckerer Post-Workout-Snack oder ein neues Sportshirt ist – belohne dich!

 

Sportmotivation – Tipp 5:
Finde Gleichgesinnte!

Gemeinsam Sport zu treiben macht den meisten Menschen viel mehr Spaß als wenn sie alleine trainieren. Bei Mannschaftssportarten ist das Gemeinschaftsgefühl ohnehin gegeben. Aber auch bei Individualsportarten wie Krafttraining, Laufen oder Radfahren kann ein Trainingspartner die Motivation erheblich steigern. Zum einen kann der eine den anderen mitziehen, wenn dieser mal wieder gegen den inneren Schweinehund ankämpfen muss. Zum anderen kann man sich beim Training gegenseitig unterstützen oder auch „pushen“, also vorantreiben. Auch kleine Challenges sind ein guter Motivationskick unter Gleichgesinnten. Zudem kann man sich untereinander über Trainingserfolge aber auch über Misserfolge und sonstige Erfahrungen in Bezug auf den gemeinsam praktizierten Sport austauschen.

 

Sportmotivation – Tipp 6:
Teile dein Vorhaben und deine Fortschritte!

Das Teilen des eigenen Vorhabens hat etwas von einer Verbindlichkeit. Erzählst du deinen Kollegen zum Beispiel, dass du dich nun im Fitness Studio angemeldet hast und nach der Arbeit dort trainieren wirst, dann wird der eine oder andere sicherlich am nächsten Tag mal nachfragen, wie das abendliche Training gewesen ist.
Teilst du deine Trainingsfortschritte, dann wirst du zumindest von dem einen oder anderen entsprechende Anerkennung bekommen. Bist du mit den sozialen Medien vertraut, dann nutze diese, um deinen Weg und deine Ergebnisse zu dokumentieren. Instagram ist eine Plattform, die sich hervorragend eignet, um den eigenen Trainingsweg zu dokumentieren und mit Gleichgesinnten zu teilen. Zudem besteht auch in der digitalen Welt die Möglichkeit, sich mit anderen Sportbegeisterten oder auch Abnehmwilligen zu vernetzen und sich gegenseitig anzuspornen.
Ebenso fördern verschiedene Sport-Apps die Vernetzung unter Gleichgesinnten, und auch zahlreiche Sportvereine und -studios bieten ihren Mitgliedern inzwischen die zusätzliche Möglichkeit der digitalen Vernetzung.

 

Sportmotivation – Tipp 7: Nutze Motivationshelfer!

Neben Anerkennung durch Außenstehende und eigene Belohnungen gibt es noch weitere Motivationshelfer, die du unbedingt nutzen solltest, wenn du immer wieder mit dem inneren Schweinehund in Kontakt kommst und es dir schwerfällt, diesen zu besiegen.
Bei Individualsportarten wie Laufen, Walking oder Krafttraining wirkt flotte Musik für viele Sportler motivierend. Der Rhythmus der Lieblingsmusik lenkt ab von der Anstrengung, es trainiert sich einfach leichter.
Aber auch ein neues Sportshirt, neue Laufschuhe oder benötigtes Equipment wie eine neue Yoga-Matte, neue Trainingshandschuhe oder eine neue Sportuhr können unheimlich motivierend wirken, weil man diese Gegenstände und Trainingshelfer natürlich auch in der Praxis erproben möchte. Ebenso kann die Anmeldung zu einem speziellen Sport-Event als verbindlicher Termin motivierend sein, genauso wie Bilder von dir aus alten Tagen, in denen du noch sichtlich fitter und „knackiger“ gewesen bist.

 

Sportmotivation
Neue Sportbekleidung oder neues Trainingsequipment kann sehr motivierend wirken.

 

Fazit:

Ohne die richtige Motivation ist regelmäßige sportliche Betätigung auf Dauer kaum umsetzbar. Neben einer klar definierten und realistischen Zielsetzung sowie der Auswahl der zu dir passenden Sportart können u.a. auch verschiedene Motivationshelfer wie Belohnungen und Trainingspartner dazu beitragen, dein Vorhaben der regelmäßigen und dauerhaften Sportausübung zum Erfolg zu führen.

 

Melde dich am besten auch heute noch zum monatlichen, kostenlosen Newsguide an und lasse dir die neuesten Infos rund um das Thema Gesundheit direkt in dein Postfach schicken. Und das BESTE: Das 25-seitige eBook „Werde dein bestes Ich“ gibt es gratis direkt nach der Anmeldung zugeschickt. Hier findest du zahlreiche Ernährungstipps wie auch weitere Informationen und einfache Routinen für einen gesunden und fitten Alltag: >> Gratis Newsguide + eBook!

eBook-Banner

 

Zurück zur Übersicht Sport

Sportmotivation: 7 Tipps gegen den inneren Schweinehund
Markiert in: