Frühjahrsmüdigkeit

Was bedeutet Frühjahrsmüdigkeit?

Endlich Frühling! Die Natur erwacht wieder aus ihrem Winterschlaf und wirkt herrlich lebendig. Gleichzeitig werden die Tage wieder länger, und die Temperaturen steigen langsam an. Das sind nach der langen kalten und düsteren Jahreszeit die besten Voraussetzungen für gute Laune und Wohlbefinden. Leider geht es vielen Menschen in den ersten Frühlingswochen gar nicht gut. Sie fühlen sich müde und schlapp, sind abgeschlagen und alles andere als motiviert: Frühjahrsmüdigkeit!
Schätzungen zufolge ist etwa jeder zweite in Deutschland Lebende zwischen März und Mai von Frühjahrsmüdigkeit betroffen. Zwar handelt es sich hierbei nicht um eine Krankheit, sondern nur um eine Phase von etwa zwei bis drei Wochen. Dennoch können die Symptome in Einzelfällen sehr stark ausgeprägt und äußerst unangenehm sein.

Symptome und Ursachen von Frühjahrsmüdigkeit

Betroffene von Frühjahrsmüdigkeit beklagen sich über permanente Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Leistungseinbußen. Ebenso sind starke Stimmungsschwankungen, Schwindelgefühle und Kreislaufprobleme möglich. Weiterhin können Kopfschmerzen wie auch depressive Verstimmungen auftreten.

In der Regel dauern diese Erschöpfungssymptome nur wenige Wochen an und verschwinden dann quasi von selbst. Sollten die oben genannten Symptome über einen längeren Zeitraum von einem Monat oder sogar mehr andauern, können ernst zu nehmende Erkrankungen wie Depressionen, Hashimoto bis hin zum Burnout die Ursache sein. Nicht selten ist eine dauerhafte Erschöpfung auch auf Nährstoffmängel zurückzuführen.
Die Ursache für Frühjahrsmüdigkeit ist auf das durcheinander geratene Verhältnis zwischen den Hormonen Serotonin und Melatonin zurückzuführen. Serotonin ist auch als das sogenannte Glückshormon bekannt und für die Aktivierung des Körpers sowie für eine insgesamt gute Stimmung zuständig. Das als Schlafhormon bekannte Melatonin regelt unseren Tag-Nacht-Rhythmus und sorgt dafür, dass wir gut schlafen können und dafür bestimmte Prozesse im Körper heruntergefahren werden. Aufgrund der erhöhten Lichtintensität und der wärmeren Temperaturen im Frühling kommt das hormonelle Gleichgewicht nun ins Schwanken, weil unser Körper jetzt verstärkt Glückshormone ausschüttet. Nach der langen Winter-Phase, in welcher eine verstärkte Melatonin-Produktion stattgefunden hat, setzt unser Organismus nun alles dran, sich für die helle, warme Jahreszeit zu mobilisieren. Die erhöhte Hormon-Aktivität kann in dieser Phase auch zu einer intensiveren Erschöpfung führen. Hinzu kommt, dass sich unsere Blutgefäße aufgrund der erhöhten Außentemperaturen weiten, was ein leichtes Absinken des Blutdrucks zur Folge hat. Das wiederum kann Müdigkeit, Abgeschlagenheit wie auch Schwindelgefühle und Kreislaufprobleme zur Folge haben.

Letztendlich handelt es sich bei Frühjahrsmüdigkeit um einen ganz natürlichen, physiologischen Umstellungsprozess unseres Organismus von der dunklen Winterzeit auf die wärmere, lichtintensivere Jahreszeit, beginnend mit dem Frühling. Selbstverständlich kannst du der Frühjahrsmüdigkeit auch entgegenwirken und deinem Körper die Umstellung so angenehm wie möglich machen. Wie das funktioniert, verrate ich dir mit den 5 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit:

Tipp Nr. 1: Sonne tanken

Nach der langen, dunklen Jahreszeit ist es nun wichtig, dass dein Körper so viel Licht wie möglich bekommt. Aus diesem Grund solltest du Sonne tanken, so oft es nur geht. Insbesondere dann, wenn du dich größtenteils in geschlossenen Räumen aufhältst, ist es wichtig, dass du dich jeden Tag mindestens 20 Minuten direkter Sonnenbestrahlung mindestens auf Gesicht, Dekolletee und Armen aussetzt.

Frühjahrsmüdigkeit
Jeden Tag mindestens 20 Minuten Sonne zu tanken ist gesund.

Tipp Nr. 2: Wechselduschen & Saunabesuche

Wechselduschen wie auch Saunagänge sind hervorragende Maßnahmen, um die Durchblutung zu fördern, den Stoffwechsel zu aktivieren und den Kreislauf ordentlich in Schwung zu bringen. Ich persönlich empfehle Wechselduschen am frühen Morgen nach dem Aufstehen, um den Körper gleich zum Tagesbeginn in Schwung zu bringen. Ebenso wie Wechselduschen und Saunabesuche eignen sich auch Kalt-Warm-Wechselbäder nach Sebastian Kneipp bestens, um die Umstellungsprozesse unseres Organismus zu erleichtern bzw. zu verkürzen. Beim Kneippen bewegt man sich im sogenannten „Storchengang“ – also mit nach oben gezogenen Knien – durch kniehohes, kaltes Wasser. Das funktioniert nicht nur in flachen Gewässern wie Seen und Flüssen, sondern auch zuhause in der Badewanne wunderbar.

Tipp Nr. 3: Heilfasten

Eine Frühjahrsfastenkur kann ebenso dazu beitragen, die unangenehmen Symptome der Frühjahrsmüdigkeit zu lindern und die Umstellung des Körpers zu erleichtern, denn durch das Entschlacken während der mehrtägigen Fastenkur wird unser Körper von Altlasten befreit. Weiterhin wird das Immunsystem gestärkt, und eine Umstellung auf eine nährstoffreichere Ernährung fällt uns nach einer Fastenkur besonders leicht und wird stets als angenehm empfunden.

Tipp Nr. 4: Scharf essen

Scharfe Speisen und Getränke regen den Stoffwechsel an und erhöhen den Blutdruck. Du kennst das sicherlich, wenn dir nach einem scharfen Essen warm wird, vielleicht sogar die Haut im Gesicht glüht und du anfängst zu schwitzen. Verantwortlich dafür sind die Scharfstoffe. Insbesondere Gewürze wie Chili und Cayennepfeffer, Pfeffer wie auch Ingwer, Rettich und Radieschen enthalten Scharfstoffe. Wenn du der Frühjahrsmüdigkeit einen Strich durch die Rechnung machen möchtest, kann ein großzügiges Würzen mit Chili & Co. wie der Verzehr von Ingwer und anderen scharfen Nahrungsmitteln unterstützen.

Mein Tipp:
Ein Ingwer-Kurkuma-Shot am frühen Morgen! Das Rezept dafür findest du hier >> Ingwer-Shot.

Tipp Nr. 5: Ausreichend trinken

Unser Körper besteht – je nach Alter – zu etwa 50 bis 70 Prozent aus Wasser. Bereits mit dem ersten Durstgefühl signalisiert uns unser Körper, dass er unter Flüssigkeitsmangel leidet. Wasser ist lebensnotwendig für sämtliche Prozesse in unserem Körper. Bereits der kleinste Mangel kann Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen hervorrufen. Da unser Körper im Frühling ohnehin von einem neurobiologischen Ungleichgewicht betroffen ist, solltest du nun ganz besonders darauf achten, dass du ausreichend trinkst. Im Durschnitt werden 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee und Schorlen empfohlen. Auch der Verzehr von wasserhaltigen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse wirkt sich positiv auf den Flüssigkeitshaushalt deines Körpers aus.

Frühjahrsmüdigkeit
Ausreichend Wasser trinken ist wichtig für deine Gesundheit.

Wenn die Müdigkeit zum Dauerzustand wird

Wie bereits im ersten Teil dieses Beitrags erwähnt, handelt es sich bei Frühjahrsmüdigkeit nur um eine kurze Phase von wenigen Wochen Dauer. Fühlst du dich über einen längeren Zeitraum von einem Monat oder mehr müde, niedergeschlagen und demotiviert, oder verspürst du die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit auch im Sommer oder Herbst, dann können Erkrankungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen, Depressionen, aber auch Allergien und Nährstoffmängel dahinterstecken. Sofern Schilddrüsenstörungen, Depressionen und Allergien ausgeschlossen werden können, empfehle ich dir eine Anpassung der Ernährung, denn viele Menschen sind aufgrund der heute üblichen Ernährungsweise mit nährstoffarmen und industriell stark verarbeiteten Lebensmitteln chronisch übersäuert.

In meinem kostenlosen 4-teiligen Video-Workshop gehe ich genau auf diese Problematik ein und zeige dir Schritt für Schritt, wie du gegen chronische Ermüdungs- und Erschöpfungszustände sowie Leistungseinbußen aufgrund einer Mangel-Ernährung vorgehen kannst. Ein mehr als 30-seitiger Workshop-Guide mit Selbsttest, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Lebensmittel-Tabellen und Aufgaben unterstützt dich dabei, die Inhalte aus den Videos ganz in deinem Tempo umzusetzen und nach und nach in deinen Alltag zu integrieren. Du brauchst nur deinen Vornamen und deine E-Mail-Adresse eintragen, und schon geht’s los: >> Anmeldung zum kostenlosen Video-Workshop

Anmeldung Improve Yourself Workshop


Zurück zur Übersicht Tipps & Tricks

Frühjahrsmüdigkeit – Das kannst du dagegen tun!
Markiert in: