Heimische Heilkräuter

Heilpflanzen – Natürliche Arzneimittel

Früher waren Heilpflanzen nahezu die einzigen Heilmittel, die man kannte. Lediglich einige Mineralien und tierische Produkte wurden verwendet, um Menschen von Schmerzen und sämtlichen Erkrankungen physischen wie auch psychischen Ursprungs zu befreien.

In der modernen Wohlstandsgesellschaft sind die unglaublich positiven Heilwirkungen zahlreicher Pflanzen leider viel zu sehr in den Hintergrund gerückt. Die häufig wild auf Wiesen, Feldern, in Wäldern oder am Straßenrand wachsenden Pflanzen erfreuen sich viel zu selten unserer Beachtung und werden von vielen Menschen ignoriert oder maximal als „Unkraut“ wahrgenommen. Kein Wunder, denn die Schulmedizin und Pharmaindustrie haben in den letzten Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft große Fortschritte gemacht in punkto Krankheitserforschung und Medikamentenherstellung. Dass viele Pharmaprodukte chemisch erzeugte Mittel sind, die in zahlreichen Fällen lediglich die Symptome einer Erkrankung bekämpfen (nicht aber die Ursache!) und zudem unser Immunsystem eher schwächen als stärken, wird von vielen Menschen ignoriert und auch gerne in Kauf genommen. Ist es doch viel einfacher und günstiger, das vom Haus- oder Facharzt verschriebene Medikament einzunehmen, welches die quälenden Symptome des jeweiligen Leidens schnell lindert.

Dabei hat die Natur so viele wundervolle Heilmittel zu bieten, die quasi an jeder Ecke wachsen bzw. recht günstig in Form von Tabletten oder Tinkturen käuflich zu erwerben sind und unserem Immunsystem eben nicht schaden. An dieser Stelle sei jedoch erwähnt, dass Heilpflanzen Krankheiten heilen, lindern oder auch vorbeugen können – Wundermittel sind sie jedoch nicht. Das sind chemische Substanzen allerdings auch nicht.

Langfristig gesehen ist die fachgerechte Anwendung von Heilpflanzen sehr empfehlenswert, da diese natürlichen Substanzen nahezu nebenwirkungsfrei sind. In Kombination mit einer ausgewogenen, pflanzenbasierten Ernährung, regelmäßiger Bewegung und einem guten Stressmanagement können sie langfristig zu mehr Wohlbefinden und einen gesünderen Alltag beitragen.

Heute möchte ich dir 5 sehr beliebte heimische Heilpflanzen vorstellen:

1) Heimische Heilpflanzen: Baldrian

Baldrian ist eine sehr beliebte Heilpflanze, welche vor allem zur Beruhigung der Nerven, zur Entspannung und für einen besseren Schlaf eingesetzt wird. Wurde die Baldrianwurzel früher eingesetzt, um böse Geister zu vertreiben und um Krankheiten abzuwehren, kommt sie heute verstärkt bei Unruhe und Schlafstörungen zum Einsatz. Die entspannende und schlaffördernde Wirkung wird in der Beeinflussung des Neurotransmitterhaushalts in unserem Gehirn vermutet. Zudem kann Baldrianwurzel bei Migräne helfen, da sie den Vagusnerv entspannt und den Bluthochdruck vermindert, welcher mit dem Migräneschmerz einhergeht.
Baldrianwurzel wird als ätherisches Öl, als Tinktur wie auch als Trockenextrakt, z.B. in Form von Tabletten und Tees angeboten. Um eine entsprechende beruhigende Wirkung zu erzielen, solltest du jedoch etwas Geduld mitbringen, da Baldrian bei manchen Anwendern nicht sofort wirkt, sondern seine Wirkung hier auch erst nach ein- oder zweiwöchiger Anwendung entfalten kann.

Heilpflanzen - Baldrian
Baldrian hilft bei nervöser Unruhe und Schlafstörungen

2) Heimische Heilpflanzen: Brennnessel

Sie wächst vom Frühling bis in den späten Herbst hinein quasi an jeder Ecke, ist aufgrund der juckenden und brennenden Wirkung ihrer Blätter auf der Haut bei vielen Menschen sehr unbeliebt und wird gerne in die Kategorie „Unkraut“ gesteckt. Völlig zu Unrecht, denn die Brennnessel ist nicht nur ein sehr schmackhaftes Superfood mit zahlreichen Nährstoffen, sondern sie bringt auch noch zahlreichende heilungsfördernde Eigenschaften mit sich.
Getrocknete Brennnessel-Blätter lassen sich hervorragend zu Tee verarbeiten und unterstützen somit eine Durchspülung der Harnwege. Die leicht harntreibende Wirkung der Brennnessel ist besonders heilungsfördernd bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege und kann zudem die Entgiftung des Körpers unterstützen. Weiterhin werden Brennnessel-Blätter zum Lindern von rheumatischen Beschwerden eingesetzt, hier meist als spezielle Extrakt-Präparate. Verschiedene in den Blättern enthaltene Stoffe (z.B. Flavonoide) können die Freisetzung entzündungsfördernder Enzyme im Körper unterdrücken und lindern somit die rheumatischen Beschwerden, welche auf entzündliche Prozesse zurückzuführen sind. Zudem wirkt die Brennnessel schmerzlindernd bei Herpes-Zoster-Ausschlag (= Gürtelrose).

3) Heimische Heilpflanzen: Johanniskraut

Johanniskraut ist bekannt für seine sanft antidepressive Wirkung und hat zu Recht den Beinamen „Sonnenschein für die Seele“ verdient. Insbesondere den im Johanniskraut enthaltenen Stoffen Hypericin und Hyperforin wird eine stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben. Johanniskraut reguliert – ähnlich wie auch Baldrianwurzel – den Neurotransmitterhaushalt im Gehirn und bringt diesen langsam wieder in Balance. Aber auch hier ist wieder Geduld gefragt, denn wie die meisten pflanzlichen Arzneimittel, wirkt auch Johanniskraut nicht sofort, sondern muss erst über einen Zeitraum von mehreren Wochen eingenommen werden, bis eine entsprechende Wirkung zu spüren ist.
Bei leicht depressiven Verstimmungen ist die Einnahme von Johanniskraut-Extrakt durchaus empfehlenswert, da die Nebenwirkungen, im Gegensatz zu chemisch hergestellten Antidepressiva, nahezu gegen Null gehen.

Heilpflanzen - Johanniskraut
Johanniskraut ist ein natürliches Mittel gegen depressive Verstimmungen

4) Heimische Heilpflanzen: Kamille

Die wunderschöne Kamille-Pflanze wächst in den Sommermonaten hierzulande auf vielen Wiesen und an Feldern. Die gelb-weißen Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen und eine wunderschöne Deko, sondern sie punkten auch mit zahlreichen heilenden Eigenschaften.
So wirkt die Kamille wundheilend, antientzündlich und auch krampflösend. Sie kann sowohl innerlich (z.B. als Tee oder Konzentrat) wie auch äußerlich (z.B. als ätherisches Öl oder Trockenextrakt) angewandt werden. Kamillentee ist ein sehr wohltuendes Mittel bei Verdauungsbeschwerden und entzündlichen Magen-Darm-Problemen. Ebenso wird er bei schmerzenden Menstruationsbeschwerden eingesetzt, um Krämpfe in der Gebärmutter zu lindern.
Zur äußerlichen Anwendung ist Kamillenkonzentrat hervorragend geeignet, um Erkrankungen der Atemwege zu lindern, z.B. durch Inhalation. Aber auch ein Dampfbad für das komplette Gesicht ist wohltuend und reinigend für unsere Haut.
Umschläge, Salben und Gurgellösungen mit Kamille werden zudem bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum wie auch bei bakteriellen Hauterkrankungen angewandt. Ebenso sind Bäder und Spülungen zur Linderung von Entzündungen und bakteriellen Erkrankungen (z.B. im Genitalbereich) möglich und sehr wohltuend.

Heilpflanzen - Kamille
Kamille ist ein natürliches Heilmittel mit antientzündlicher Wirkung

5) Heimische Heilpflanzen: Holunder

Im Mai/Juni sieht man die großen Büsche mit herrlich weißen und angenehm duftenden Blüten am Wegesrand und in der Nähe von Behausungen wachsen. Danach bilden sich die violett-schwarzen Beeren aus, die für ihren hohen Vitamin C-Gehalt bekannt sind. Aus diesem Grund werden Holundersaft und -sirup wie auch Holunderblütentee bevorzugt zur Linderung von Erkältungskrankheiten eingesetzt.
Die Holunderblüten gelten als schweißtreibend und werden aus diesem Grund insbesondere zu Beginn einer Erkältung empfohlen, um den Körper von Krankheitserregern zu befreien. Saft und Sirup aus den Holunderbeeren werden aufgrund ihrer Vitamine und Antioxidantien ganzjährig zur Unterstützung der Immunabwehr empfohlen.
Aber Vorsicht: Möchtest du Saft oder Sirup aus selbst gesammelten Früchten herstellen, dann erhitze diese vorher, da Holunderbeeren im rohen Zustand leicht giftig sind und von uns Menschen nicht gut vertragen werden. Ansonsten hast du natürlich die Möglichkeit, leckeren Holunderbeerensaft und -sirup in Bio-Qualität im gut sortierten Supermarkt, Bio-Markt oder im Reformhaus käuflich zu erwerben.

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