Sport ist Mord?

Sport ist Mord?

Sport ist Mord – ein Mythos?

Wir kennen alle diese Aussage: „Sport ist Mord!“
Manch einer spricht sie aus, wenn er sich beim Training richtig verausgabt hat. Andere wiederum tätigen diese Aussage, weil sie Sport als sinnlos und zu anstrengend empfinden und damit überzeugte Sportmuffel sind.

Aber ist diese Aussage „Sport ist Mord!“ nur ein Mythos, oder ist sogar etwas Wahres dran?
Tatsächlich enthält diese Aussage auch einen wahren Kern, denn es gibt immer wieder diese Fälle, bei denen Menschen jeden Alters beim Sport sterben. Die einen, weil sie es maßlos übertreiben und dann z.B. einen Herzinfarkt mit tödlicher Folge riskieren. Die anderen, weil sie ggf. einfach Pech haben und einen Sportunfall erleiden, wie z.B. beim Extremsport, beim Motorsport, beim Alpin-Ski usw.

Setzt man diese tragischen Todesfälle in Relation zu der Anzahl weltweit Sporttreibender, dann wird jedoch schnell klar, dass es sich dabei um sehr seltene Fälle handelt und die keineswegs ein Grund dafür sein sollten, sich gegen regelmäßige sportliche Aktivitäten im Leben zu entscheiden. Der langfristige Nutzen für unsere Gesundheit ist einfach viel zu hoch!

Sport – was verstehen wir eigentlich darunter?

Sport ist ein sehr dehnbarer Begriff. So reicht die Palette der Sportarten vom gemütlichen Schachspielen auf der Couch bis hin zum Ultramarathon durch die Wüste. Während die einen unter Sport die Freizeitaktivitäten wie Walking, Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Tanzen verstehen, denken die anderen beim Begriff Sport an ambitionierten bis professionellen Leistungssport mit spezifischem Training und Wettkampfcharakter.

Wikipedia beschreibt den Begriff Sport einleitend mit den folgenden Worten:

“Unter dem Begriff Sport werden verschiedene Bewegungs-, Spiel- und Wettkampfformen zusammengefasst, die meist im Zusammenhang mit körperlichen Aktivitäten des Menschen stehen, ohne in erster Linie der Warenproduktion, kriegerischen Kampfhandlungen, dem Transport von Waren bzw. Gepäck oder der alleinigen Ortsveränderung zu dienen.“1

Wie man der folgenden Definition entnehmen kann, ist der Begriff Sport einem ständigen Wandel unterworfen:

„Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich Sport zu einem umgangssprachlichen, weltweit gebrauchten Begriff entwickelt. Eine präzise oder gar eindeutige begriffliche Abgrenzung lässt sich deshalb nicht vornehmen. Was im Allgemeinen unter Sport verstanden wird, ist weniger eine Frage wissenschaftlicher Dimensionsanalysen, sondern wird weit mehr vom alltagstheoretischen Gebrauch sowie von den historisch gewachsenen und tradierten Einbindungen in soziale, ökonomische, politische und rechtliche Gegebenheiten bestimmt. Darüber hinaus verändert, erweitert und differenziert das faktische Geschehen des Sporttreibens selbst das Begriffsverständnis von Sport.“²

Ich möchte mich in diesem Artikel auf den Sport als regelmäßig ausgeübte Bewegungsform konzentrieren, denn mit dieser Definition können vermutlich die meisten Leser etwas anfangen.

Sport ist Mord?
Sport als regelmäßig ausgeübte Bewegungsform ist beliebt und kann soziale Kontakte und Integration fördern.

Vorteile des Sporttreibens

Sport im Sinne von mäßiger, regelmäßiger körperlicher Betätigung mit entsprechend notwendigen Regenerationszeiten zwischen den einzelnen Einheiten tut sowohl jungen wie auch alten Menschen gut und fördert die Gesundheit.

Physische Auswirkungen
Regelmäßige sportliche Betätigung kann die Beweglichkeit fördern, stimuliert das Muskelwachstum bzw. den Muskelerhalt, stärkt das Herz-Kreislauf-System, senkt das Osteoporose-Risiko und fördert unser allgemeines Wohlbefinden. Hinzu kommt, dass regelmäßiges Sporttreiben sich positiv auf bereits vorhandene Zivilisationskrankheiten auswirkt bzw. diesen vorbeugen kann. Immerhin stärkt Sport nicht nur die Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System, sondern er verbessert auch die Mobilität, stärkt die Widerstandsfähigkeit und die Abwehrkräfte.

Psychische Auswirkungen
Aber nicht nur auf physischer Ebene, sondern auch auf psychischer Ebene hat sportliche Betätigung durchaus positive Auswirkungen. So kann Sport ein hervorragendes Mittel zum Abbau von Stress sein und somit dabei unterstützen, stressbedingte Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout zu vermeiden bzw. zu lindern.

Unübertroffen bleibt sicherlich das gute Gefühl nach dem Sport, wenn wir uns stolz auf die Schulter klopfen dürfen, weil wir das Bewegungsprogramm durchgezogen haben. Die Glücksgefühle und das damit aufkommende Wohlbefinden sind unbezahlbar!

Weiterhin kann Sport auch zu mehr Selbstwertgefühl und Selbstliebe beitragen, denn die regelmäßige körperliche Betätigung in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung hält uns fit und schlank.

Integrationsförderung
Aber damit noch nicht genug! Sport fördert auch die Integration und das gesellschaftliche Miteinander, denn wer sich einer Sportgruppe anschließt, knüpft in der Regel sehr schnell Kontakte zu Gleichgesinnten und wird gut integriert. Das wiederum fördert die Lebensfreude.

Gefahren des Sporttreibens

Sport bringt wirklich zahlreiche Vorteile mit sich und kann maßgeblich zu einem gesunden, glücklichen Leben beitragen. Allerdings birgt Sport auch einige Gefahren, die ich dir hier nicht vorenthalten möchte.

Übertriebener Ehrgeiz
Sport wird immer dann zum Risiko bzw. zur Gefahr, wenn übertriebener Ehrgeiz und Nachlässigkeit mit im Spiel sind. Insbesondere Sporteinsteiger wollen gerne innerhalb kürzester Zeit von 0 auf 100, übertreiben es maßlos mit dem Training und wundern sich dann über Verletzungen, die auf Übertraining oder viel zu hohe Belastungen nach längerer Trainingspause zurückzuführen sind. Insbesondere bei Sportarten, die ein hohes Maß an Körperbeherrschung, Kraft und Schnelligkeit verlangen, ist als Sporteinsteiger wie auch als Wiedereinsteiger Vorsicht geboten, da der Körper erst (wieder) langsam an diese Belastungen herangeführt werden muss.

Mein Tipp: Gib deinem Körper ausreichend Zeit, sich an die neue Belastung anzupassen und steigere dich langsam Schritt für Schritt.

Fehlende Regeneration, einseitige Belastungen und Nährstoffmangel
Ebenso können mangelnde Regeneration, zu einseitige Dauerbelastungen wie auch Flüssigkeits- und Nährstoff-Unterversorgung zu Verletzungen und anderen gesundheitlichen Problemen beim Sport führen. Ein Sporteinsteiger benötigt sicherlich mehr Regeneration als ein ambitionierter Sportler, dessen Körper bereits auf die immer wiederkehrende körperliche Belastung eingestellt ist und der seine Ernährung entsprechend angepasst hat. Ein Patent-Rezept bezüglich Pausen gibt es jedoch nicht, da das von vielen Faktoren wie Sportart, Vorerfahrung, Körperkonstitution, Ernährung u.v.m. abhängt.

Mein Tipp: Höre auf deinen Körper, denn er sendet dir deutliche Signale aus, wenn er erschöpft ist und eine Pause braucht, z.B. durch starken Muskelkater, Müdigkeit, Verspannungen, Abgeschlagenheit.

Sport ist Mord - Massage
Fehlbelastungen, mangelnde Regeneration und Vitalstoffmangel können Verletzungen beim Sport fördern.

Falsche Wahl der ausgeübten Sportart
Wichtig ist zudem, dass du eine Sportart ausübst, die zu dir passt. Ein Beispiel: Wenn du stark übergewichtig bist, bereits unter starker Knie-Arthrose leidest und kein ordentliches Schuhwerk zur Verfügung hast, kann Joggen auf Asphalt mehr gesundheitsschädigend als –fördernd für dich sein. In diesem Fall wäre z.B. Walking auf weichem Untergrund wie Wald- und Feldwegen, Schwimmen, Radfahren oder eine andere gelenkschonende Sportart angebracht.

Medikamenten-Missbrauch, Sucht und Übertraining
Bei ambitionierten und Profi-Sportlern kommen noch andere Risiko-Faktoren hinzu, wie z.B. Suchtgefahr, Medikamenten-Missbrauch und Übertraining, welche sehr häufig auf den permanenten Leistungsdruck zurückzuführen sind. Dieser kann selbst erzeugt sein oder durch äußere Umstände entstehen, z.B. wenn man einem Kader angehört und mit dem Sport Geld verdient.

Hier wird Sport in der Regel aber nicht rein zur Gesundheitsvorsorge oder als Freizeitspaß betrieben, sondern es stecken hier vielmehr Wettkampfgedanken wie auch das Geldverdienen dahinter.

Regelmäßige körperliche Aktivitäten tun uns allen gut!

Sind wir uns der möglichen Risiken des Sporttreibens bewusst und haben die passende Sportart für uns gefunden, dann steht dem gesundheitsfördernden Vergnügen nichts mehr im Wege. Ganz gleich, ob du 20 oder 70 bist – unter Beachtung deiner körperlichen Gegebenheiten kannst du wirklich mit jedem Alter in den Sport einsteigen.

Die folgenden „Regeln“ dienen als kleine Anregung, damit die sportliche Betätigung zum dauerhaft gesunden Vergnügen wird:

Regeln für „gesunden“ Sport:

1.) Höre stets auf deinen Körper.
2.) Beginne langsam und steigere dich Schritt für Schritt.
3.) Treibe mehrmals pro Woche für mindestens 30 Minuten Sport.
4.) Qualitativ hochwertiges Equipment und eine gute Vorbereitung fördern das Vergnügen.
5.) Gönne deinem Körper ausreichend Regeneration.
6.) Variiere das Training, um einseitige Belastungen zu vermeiden.
7.) Ergänze Ausdauertraining durch Kraft- und Koordinationsübungen (und umgekehrt).

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Quellennachweise:
1-https://de.wikipedia.org/wiki/Sport (abgerufen am 03.08.2020)
²PETER RÖTHIG ET AL. (HRSG.): Sportwissenschaftliches Lexikon. HOFMANN, SCHORNDORF 2003, S. 493


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