Roh-vegane Ernährung

Roh-vegane Ernährung

Roh-vegane Ernährung – was bedeutet das eigentlich?

Es gibt zahlreiche Ernährungstrends, von denen sich die einen über Jahre oder gar Jahrzehnte halten, während andere schnell wieder in Vergessenheit geraten, weil sie sich aus verschiedenen Gründen nicht durchsetzen konnten.

Vegetarische Ernährungsformen sind den meisten Menschen heute bekannt, und auch die vegane Ernährung erfreut sich immer größerer Beliebtheit und damit auch Aufmerksamkeit. Aber auch innerhalb der veganen Anhängerschaft werden verschiedene Ernährungsformen praktiziert. So gibt es z.B. den „Fast-Food-Veganer“, der seinen Speiseplan besonders gerne mit veganen Fertigspeisen und Fast Food wie z.B. Pommes, Gemüseburgern & Co. füllt. Daneben existiert zudem der „Ersatzprodukt-Veganer“, der sich an dem immer größer werdenden Angebot an industriell verarbeiteten veganen Fleisch- und Käse-Ersatzprodukten erfreut und diese bevorzugt in seinen Speiseplan integriert. Und dann gibt es noch das andere Extrem, die roh-vegane Ernährung, die sich ebenfalls immer größerer Beliebtheit erfreut.

Was die roh-vegane Ernährung ausmacht und welche Vor- und Nachteile mit dieser Ernährungsform verbunden sind, möchte ich dir in diesem Beitrag näher erläutern:

Wie funktioniert die roh-vegane Ernährung?
Bei der roh-veganen Ernährung handelt es sich um eine Ernährungsform, bei welcher weitestgehend unerhitzte pflanzliche Lebensmittel verzehrt werden. Neben Früchten zählen Gemüse, Salate, Kräuter, Nüsse, Samen, Pilze und Saaten zum täglichen Speiseplan. Diese Ernährungsform zielt darauf ab, die hitzeempfindlichen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe in den natürlichen Nahrungsmitteln zu erhalten und dem Körper somit das Maximale an Nährstoffen aus pflanzlichen Quellen zukommen zu lassen. Personen, die sich roh-vegan ernähren, bevorzugen in der Regel zudem saisonale und regionale Nahrungsmittel in Bio-Qualität.

Roh-Veganer nutzen verschiedene Zubereitungsformen und schaffen somit einen vielfältigen Speiseplan. So werden Nahrungsmittel wie Weiß- und Rotkohl fermentiert, um sie auf schonende Art und Weise haltbar zu machen. Letztendlich kann aber auch jede Gemüseart fermentiert werden. Nüsse und Saaten werden gerne eingeweicht, was zum Keimen führt und damit sehr schmackhafte und nährstoffreiche Sprossen hervorbringt. Ebenso wird Obst und Gemüse gerne geraspelt oder püriert und somit zum Beispiel zu Smoothies oder Pürees verarbeitet. Der Kreativität sind bei der Zusammenstellung eines roh-veganen Speiseplans keine Grenzen gesetzt.

Welche Vor- und Nachteile mit der roh-veganen Ernährung sehr häufig in Verbindung gebracht werden, möchte ich dir im folgenden Abschnitt (ohne persönliche Wertung!) näher erläutern.

Roh-vegane Ernährung
Die roh-vegane Ernährung bringt zahlreiche Vorteile, aber auch Nachteile mit sich.

Roh-vegane Ernährung: Vorteile

Roh-Veganer und all diejenigen, die eine roh-vegane Ernährung als gesundheitsfördernd und wertvoll betrachten, zählen insbesondere folgende Vorteile hinsichtlich dieser Ernährungsform auf:

Nährstoff- und ballaststoffreiche Ernährung
Früchte, Salate und andere Gemüsesorten wie auch Samen und Saaten sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen wie auch an sekundären Pflanzenstoffen. Die vegane Rohkost ist zudem sehr ballaststoffreich und fördert somit die Darmgesundheit.

Frei von Zusatz- und Konservierungsstoffen sowie von Giften
Die Rohkost ist Nahrung in seiner herkömmlichen, natürlichsten Form. Das bedeutet wiederum, dass diese Nahrungsmittel frei von jeglichen Zusatz- und Konservierungsstoffen frei sind. Hinzu kommt, dass die roh-vegane Ernährung keinerlei Gifte enthält, die durch das Erhitzen entstehen können.

Positive Auswirkungen auf chronische Erkrankungen
Je weniger tierische, industriell verarbeitete und glutenhaltige Lebensmittel wir essen, desto besser können chronische Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Migräne, Akne, Parkinson uvm. wie auch Allergien heilen bzw. bereits im Vorfeld verhindert werden. Ebenso kann die Entstehung von Krebstumoren verhindert bzw. das Wachstum von Krebszellen unterbunden werden.

Zeitsparende Zubereitung der Speisen
Zeitaufwendiges Garen, Kochen und Backen entfällt bei der roh-veganen Ernährung, da die Nahrungsmittel ohne oder nur mit sehr wenig Hitze zubereitet werden. Häufig werden Speisen in einer Schüssel zubereitet, d.h. es entfällt auch der lästige Abwasch von Pfannen, Kochtöpfen & Co.

Entgiftung des Körpers
Natürliche Nahrungsmittel in Bio-Qualität sind nicht nur unheimlich nährstoffreich, sondern sie unterstützen unseren Körper auch maßgeblich bei der Entgiftung. So sind zahlreiche Früchte, Gemüsesorten wie auch Kräuter und Wildpflanzen in der Lage, toxische Substanzen gezielt aus unserem Körper auszuleiten und schädliche Pathogene zu bekämpfen.

Welche natürlichen Nahrungsmittel besonders entgiftend sind, erfährst du in diesem Beitrag:
>> Nahrungsmittel zum Entgiften

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Mehr Energie und Lebensfreude
Da die roh-vegane Ernährung basenreich ist, sorgt sie für ein basisches Milieu in unserem Körper. Dieses sorgt wiederum dafür, dass unsere Organe gesund und voll funktionsfähig bleiben und unser Immunsystem dauerhaft gestärkt wird. Damit fühlen wir uns fitter und leistungsfähiger, weil wir aufgrund der hervorragend ablaufenden Prozesse in unserem gesunden Organismus mehr Energie haben und im Alltag somit aus dem Vollen schöpfen können.

Abnehmen ohne Diät
Naturbelassene Nahrungsmittel haben ein sehr hohes Volumen und viele Ballaststoffe, weisen aber vergleichsweise wenig Kalorien zu verarbeiteten Lebensmitteln auf. Aus diesem Grund kann man sich bei der roh-veganen Ernährung wirklich jederzeit satt essen und braucht sich keine Sorgen um Gewichtsprobleme zu machen, denn überflüssige Pfunde purzeln wie von selbst, und das bei vollem Genuss und ganz ohne knurrenden Magen.

Stärkeres ökologisches Bewusstsein
Wer sich roh-vegan ernährt, vermeidet eine ganze Menge an Verpackungsmüll, denn Obst, Gemüse, Kräuter und Wildpflanzen sind nur selten in Folie und Co. verpackt. Insbesondere, wer auf Märkten einkauft, spart eine Menge Müll.
Zudem treffen Roh-Veganer sehr bewusste Kaufentscheidungen und hinterfragen die Lebensmittel- und Rohstoffindustrie stets kritisch.

Roh-vegane Ernährung
Die roh-vegane Ernährung ist sehr basenreich und sorgt damit für ein gesundes Milieu in unseren Zellen.

Roh-vegane Ernährung: Nachteile

Neben Mischköstlern gibt es auch Vegetarier und Veganer wie auch Menschen mit medizinischem oder ernährungswissenschaftlichen Hintergrund, die die roh-vegane Ernährung eher als kritisch betrachten und diese mit einigen Gefahren in Verbindung bringen:

Mögliche Nährstoffmängel
Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen benötigt der menschliche Körper auch Fette und Eiweiße, um voll funktionsfähig und damit gesund zu bleiben. Insbesondere Eiweiß ist ein wichtiger Baustein für unsere Zellen und damit auch für unsere Organe, Sehnen, Bänder und Muskeln. Bei der roh-veganen Ernährung können genau diese Nährstoffe zu kurz kommen, da ein Großteil der natürlichen pflanzlichen Nahrungsmittel (bis auf wenige Ausnahmen) eher wenig Fett und Eiweiß enthält. Somit müssen von diesen Nahrungsmittel sehr große Mengen verzehrt werden, um den individuellen Bedarf zu decken.

Muskelabbau
Aufgrund einer geringeren Gesamtkalorien- und insbesondere einer verminderten Eiweißaufnahme kann es bei der roh-veganen Ernährung zum Abbau von Muskelgewebe kommen.

Untergewicht
Eine verminderte Kalorienaufnahme kann insbesondere bei schlanken Roh-Veganern zu Untergewicht und den damit verbundenen gesundheitlichen Schäden wie z.B. hormonelle Probleme kommen.

Zahnschäden & Anämien
Bei Veganern und Roh-Veganern besteht die Gefahr von B12- und Eisenmangel, was zu Anämien und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.
Hinzu kommen eventuelle Mängel an Vitamin D, Zink, Magnesium und Kieselsäure, was wiederum zu Zahnschäden führen kann.

Verdauungsprobleme
Bei einer rein pflanzlichen Kost, welche in rohem Zustand verzehrt wird, kann es zu häufig auftretenden Blähungen und vermehrter Darmentleerung (mehrmals täglich) mit sehr weichem Stuhl bis Durchfall kommen. Das empfinden viele Menschen als sehr unangenehm, vor allem dann, wenn diese Probleme unterwegs oder bei der Arbeit auftreten.

Eingeschränkte Getränkeauswahl
Lediglich Wasser oder selbst hergestellte Fruchtsaftschorlen sind bei einer roh-veganen Ernährung erlaubt. Damit ist die Getränkeauswahl sehr übersichtlich.

Nicht alle veganen Lebensmittel dürfen roh gegessen werden
Kartoffel, Auberginen, Hülsenfrüchte, Rhabarber, Holunder und Maniok müssen vor dem Verzehr erhitzt werden. Insbesondere Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen sind reich an pflanzlichen Eiweißen und Fetten – fallen aber aufgrund der Zubereitungsweise bei der roh-veganen Ernährung weg. Ebenso sind der Nährstoffgehalt und die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten von Kartoffeln (und Süßkartoffeln) nicht zu unterschätzen.
Lediglich Zuckerschoten als Vertreter der Hülsenfrüchte können auch roh verzehrt werden.

Bakterien und Krankheitserreger im Essen
Durch das Erhitzen von Rohkost werden Bakterien und andere Pathogene wie z.B. Viren auf der Oberfläche abgetötet. Bei der roh-veganen Ernährung können diese Krankheitserreger mit in den Organismus gelangen.

Roh-vegane Ernährung
Hülsenfrüchte werden aufgrund ihrer Zubereitungsart nicht in der roh-veganen Ernährung verzehrt.


Roh-vegane Ernährung: Fazit

Die roh-vegane Ernährung bringt sowohl zahlreiche Vor- wie auch Nachteile mit sich. Um Nährstoffmängeln vorzubeugen, ist es unabdingbar, sich wirklich ausführlich über die einzelnen Nahrungsmittel und ihre Nährstoffzusammensetzung sowie über geschickte Nahrungsmittelkombinationen zu informieren.

Zur langfristigen Behandlung von chronischen Erkrankungen und dem schrittweisen Abbrechen der häufig damit verbundenen Medikamententherapien ist eine roh-vegane Ernährung zumindest für die Dauer des Heilungsweges empfehlenswert. Dieser Weg sollte aber niemals alleine, sondern immer unter Hinzuziehung eines entsprechenden Naturheilkundlers, Heilpraktikers oder ganzheitlichen Ernährungs- bzw. Gesundheitsberaters in Betracht gezogen werden.

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